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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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lieh die Summe der Geburten, wie die Ehelichkeit die der Verhei-ratungen, und zwar nicht bloß zu einem gewissen Zeitpunkt währendder Ehen, sondern vor allem am Ende derselben L ). Die sichersteMethode, die Fruchtbarkeit in den Ehen zu finden, ist somit, daßman ihnen vom Anfang bis zum Ende folgt. Dies Verfahren kanndie offizielle Statistik indessen, wie eben angedeutet, nicht an-wenden; ja nicht einmal die einfachere Art und Weise, die An-zahl g-eborener Kinder in den bestehenden Ehen zu zählen. AberPrivatpersonen haben innerhalb begrenzter Gebiete Untersuchungenangestellt und hierbei die eben genannte Methode angewendet 2 ).Für uns bietet sich dagegen der oben angegebene Ausweg vonselbst dar. Die Statistik über die ausgestorbenen Adelsgeschlechtergibt uns über die Fruchtbarkeit der Ehen bei diesen einen ebensovollständigen Aufschluß, wie über die Ehehäufigkeit. Wir müssendie Darstellung jedoch auf einen einfachen Bericht über den Um-fang der fraglichen Erscheinung, also hier auf die AnzahlKinder in den Ehen beschränken. Tiefer in die Untersuchungeinzugehen und auch das Zeitmoment, d. h. die Fänge der Ehensowie das Alter der Eheschließenden beim Eingehen derselben mithineinzuziehen, würde über den Zweck dieser Studie über diehistorische Geschichte der Geschlechter hinausführen. Auchwürden die Quellen hierüber dem in recht großem Maßstabe einunerbittliches non possumus entgegensetzen 8 ).

Um die Darstellung nicht mit allzu vielen Tabellen zu be-lasten, führe ich hier nicht die besonderen, für die Ehen er-richteten ein, sondern verweise auf die im Anhange, Tabelle V,gegebenen Generaltabellen. Aus diesen kann man nämlich un-mittelbar die Anzahl Ehen wie die Anzahl Kinder in den Ehenfinden, die beiden Zahlen, durch deren Division man das Maßder Fruchtbarkeit erhält. Die Ehen sind in jedem Glied so viele,wie die in den Geschlechtern verheirateten Frauen; und die darin

1) Das Resultat der Geburten zu einem gewissen Zeitpunkte, d. h. die Summelebender Kinder gibt einen andern Begriff, nämlich ,,die Größe der Familie".

2) Mehr hierüber in der letzten Abteilung dieser Arbeit.

3) Was die Quellen betrifft, sei im übrigen bemerkt, daß sie nichts über tot-

geborene Kinder enthalten. In dieser Beziehung ist also das Maß, das wir betreffs

der Fruchtbarkeit finden, nicht vollständig. Wahrscheinlich kommen auch Fälle vor,

wo Kinder im frühen Alter gestorben, aber in den Quellen nicht aufgenommen sind,

obschon diese allerdings oft die Angabe haben:ein Sohn (Tochter) in frühem Alter

gestorben" u. dergl.