vorzugsweise nach einer kurzen Lebenszeit erloschen sind unddaß nur wenige von ihnen ein höheres Glied erreicht haben.
*
* *
Mittlere Lebensdauer der ausgestorbenen Geschlechter 1 ). In
der Bevölkerungslehre ist der Begriff „Mittlere Lebensdauer derVerstorbenen" lange Zeit ein willkommener Gegenstand der Betrach-tung gewesen. Nun ist man davon abgekommen, darauf ein großesGewicht zu legen. Auf ein ganzes Volk angewendet, wie diesgewöhnlich geschah, gibt dieser Begriff eine Durchschnittszahl,die einzig ein Rechenexempel ist und in keiner Weise dem Alterder Mehrzahl der Individuen in der Todesmasse entspricht. Das-selbe mittlere Alter kann somit in zwei solchen mit sehr ver-schiedener Alterszusammensetzung vorkommen. Nur wenn mandie Todesmassen, um deren mittlere Lebensdauer es sich handelt,stark begrenzt, kann man hoffen, daraus wirklich Lehrreiches zuersehen. Ebenso verhält es sich mit der mittleren Lebensdauer derverstorbenen Geschlechter. Mit der exakten Darstellung derselbennach dem Alter verglichen, ist eine Durchschnittszahl für allenicht viel wert und wenig lehrreich. Nur wenn man sie nacherreichten Generationen in Gruppen zerlegt und dann die mittlereLebensdauer für jede solche Gruppe sucht, ergibt sich ein brauch-bares Maß. Dies ist auch hier geschehen. Aber um die mittlereLebensdauer von dem konventionellen Zeitpunkte für den An-fang der Geschlechter, nämlich der Erhebung in den Adelsstand,unabhängig zu machen, ist die Geburt des Stammvaters alsAusgangspunkt für die Berechnung gewählt worden. Hierdurchwird das gefundene Durchschnittsalter besser dem gewöhnlichenBegriffe der mittleren Lebensdauer entsprechen. Aus diesemGrunde ist aber die Anzahl Geschlechter, deren mittlere Lebens-dauer berechnet ist, geringer, als die Anzahl mit angegebenemAlter. Das Jahr der Geburt des Stammvaters ist oft nicht be-kannt. Die gefundenen Zahlen ersieht man aus untenstehenderUebersicht.
i) Ich wende den Ausdruck „Mittlere Lebensdauer" als einen im täglichenLeben vorkommenden und bekannten Ausdruck statt „Durchschnittsalter beim Tode"welches die technisch richtige Ausdrucksweise hier ist, an.