meisten in jungen Jahren und dann kontinuierlich nach dem Alter,ausstarben.
Die adligen Geschlechter, deren Masse groß genug ist, umein Spiel des Zufalls zu verhindern, zeigen eine bewunderungs-würdige Ordnung im Abgang nach dem Alter. Ohne Hin- undHerschwankungen nehmen die Altersgruppen ununterbrochen,obschon in verschiedenem Tempo, erst ganz schnell, dann immerlangsamer an Stärke ab. Das ist ja anscheinend vollständigebenso, wie in Bezug auf die Individuen und ihren Abgang nachdem Alter. Auch in einer Todesmasse von Individuen, mögediese aus dem Jahreskontingent Gestorbener bei einem Volke oderaus einer Generation Gleichaltriger bestehen, deren Geschichte indieser Beziehung von der Wiege bis zum Grabe hat verfolgtwerden können, findet man eine deutliche Ordnung im Abgangenach dem Alter, wenn auch eine andere und viel weniger gleich-förmige als die für die Geschlechter gefundene. Das Altersschemader ausgestorbenen Adelsgeschlechter bildet eine ganz regel-mäßige Pyramide, das der Individuen dagegen eine, die einerUrne, der sog. Todesurne, gleicht. Indessen wollen wir in diesenBetrachtungen nicht weiter gehen. Wir kommen in einem fol-genden Abschnitte darauf zurück.
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Generationen und Generationenzählung. Der Mensch imStrom der Zeit ist das menschliche Geschlecht. Es lebt wie eineKette beständig abfallender und beständig hinzukommender Ge-lenke. Die Gelenke sind die Individuen, zusammengenietet durchdie Erzeugung. In unseren Augen scheinen nur sie ein wirk-liches Dasein zu besitzen, während das Geschlecht unmittelbarnur ein Begriff zu sein scheint, den unser Denken konstruierthat. Aber das Mysterium der Fortpflanzung, das Glied an Gliedfügt, und das Bestehen der Kultur durch alle Zeiten zeigen, daßdas Geschlecht nicht nur eine Abstraktion und ein Gedankenge-bilde ist, sondern vielmehr eine Macht, die auf verborgenen Wegenfür ihre Ziele arbeitet. Das Gleichnis von allem Menschenge-schlecht als einem Baume, wo die einzelnen Völker und Ge-schlechter die Zweige, und die Individuen Blätter und Schößlingesind, hat sowohl einen physischen, wie einen moralischen Grund.