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kommen entzündet ist, und das himmlische Manna ver-kostet hat, nicht mehr abnehme.
3. Mächtig aber ist deine Barmherzigkeit, um mirauch die ersehnte Gnade zu gewähren, daß du mich,wenn der Tag deines Wohlgefallens gekommen ist, mitdem Geiste der Inbrunst aufs mildeste heimsuchest.
Und wenn ich auch nicht von so großem Verlangenglühe, wie deine besondern Verehrer es fühlen, so habeich doch durch deine Gnade ei» Verlangen nach jenemgroßen, glühenden Verlangen, und bitte Dich und be-gehre, daß Du mich an allen deinen so inbrünstigenLiebhabern Theil nehmen, und mich ihrer heiligen Ge-meinschaft beizählen lassest.
XV. Kapitel.
Daß man die Gnade der Andacht durch Demuth undSelbstverläugnung erlange.
Stimme des Geliebten.
1. Du mußt die Gnade der Andacht ohne Unterlaßsuchen, inständig erbitten, geduldig und zuversichtlicherwarten, dunkbar annehmen, demüthig bewahren,eifrig mit ihr wirken, und Zeit und Maß der himm-lischen Heimsuchung, Gott, bis er kommt, überlassen.
Du mußt dich vorzüglich demüthigen, wenn duwenig oder keine Andacht im Innern empfindest; nichtaber allzu niedergeschlagen, noch über Gebühr traurigwerden.
Oft giebt Gott in einem Augenblicke, was er langeZeit versagt haU
Er giebt manchmal am Ende, was er am An-fange des Gebetes zu geben gezögert hat.