117
Den» ans derselben Sache, woraus sie sich Ver-gnügen schöpfen, holen sie oft strafenden Schmerz,
Recht geschieht ihnen, daß, weil sie unordentlicheErgötznnge» suchen und ihnen nachjagen, sie dieselbennicht ohne Beschämung und Bitterkeit genießen,
O wie kurz, wie trügerisch, wie ungeordnet undwie schmählich sind sie alle diese Ergötzungen!
Aber vor Trunkenheit und Blindheit sehen sie esnicht ein, sondern wie die unvernünftigen Thiere laufensie wegen einer geringen Ergötznng dieses vergäng-lichen Lebens in den Tod der Seele,
Du also mein Sobn, wandle nicht »ach deinenBegierden, und wende dich ab von deinem Wille»,
Erfreue dich im Herrn, und er wird dir gewäh-ren die Wünsche deines Herzens,
5, Denn wenn du wahrhaft willst erfreut, undvon mir in Fülle getröstet werden, siehe, so wird inder Verachtung alles Weltlichen, und in der Ab-schneidung aller niedrigen Ergvtznngen dein Segensein, und dir reichlicher Trost gegeben werden.
Und je mehr vn dich allem Troste der Geschöpfeentzogen hast, um so süßere und kräftigere Tröstungenwirst du in mir finden.
Aber anfänglich wirst du nicht ohne einige Trau-rigkeit und Mühe des Kampfes dazu gelangen.
Widerstehen wird die eingewurzelte Gewohnheit, aberdurch eine bessere Gewohnheit wird sie besiegt werden.
Entgegen murren wird das Fleisch, aber durch denEifer des Geistes gezügelt werden.
Stacheln und erbittern wird dich die alte Schlange,aber durch Gebet wird sie verscheucht, und ihr über-