III
der Arme und der Reiche, gleichsam wie aus einerlebendige» Quelle Wasser des Lebens,
Und die mir freiwillig und gerne dienen, werdenGnade um Gnade empfangen.
Wer aber außer mir sich rühmen wollte, oderin irgend einem besondern Gute sich ergötzen, derwird nicht feststehen in der wahren Freude, nochwird sein Herz (für Gott) erweitert, sondern viel-fach gehindert und beängstigt werden.
Du sollst dir also nichts Gutes zuschreiben, nochirgend einem Menschen Tugend beilegen; sonderngieb das Ganze Gott, ohne welchen der Menschnichts hat.
Ich habe Alles gegeben, ich will Alles wiederhaben, und fordere mit großer Strenge Danksagung.
3, Das ist die Wahrheit, durch welche der eitleRuhm vertrieben wird,
lind wenn die lümmlische Gnade und die wahreLiebe eingekchret ist, dann wird kein Neid, keinWiderspruch des Herzens, keine Eigenliebe mehrPlatz gewinnen.
Denn die göttliche Liebe überwindet Alles, underweitert alle Kräfte der Seele,
Wenn du wahrhast weise bist, wirst du dich inmir allein erfreuen, aus mich allein hoffen; dennNiemand ist gut, als Gott allein, der über Alleszu loben und in Allem zu preisen ist.
X. Kapitel.
Daß es süß sei, die Welt zu verachten und Gott zu dienen.I, Nun will ich wieder reden, o Herr, und nicht