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Thomas von Kempis, vier Bücher von der Nachfolge Christi : mit e. Zugabe von Morgen-, Abend-, Meß- ... gebeten u. ... aus den übrigen Schriften des Thomas von Kempis
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Seite
110
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Da ich mich u»ordentlich liebte, habe ich michverloren ; und da ich Dich allein suchte und rein lieble,habe ich Dich und mich zugleich gefunden, und ausLiebe mich noch tiefer vernichtigt.

Denn Du, o Süßester, handelst mit mir über allesVerdienst, und über das, was ich zu hoffen oderzu bitten mir getraue.

3. Gepriesen feist Du mein Gott; denn obschonich alles Guten unwürdig bin, so höret ?och deinEvelmuth und deine unbegränzte Güte niemals auf,wohlzuthun auch denen, die undankbar sind, undsich weit von Dir abgewandt haben.

Bekehre uns zu Dir, damit wir dankbar, demü-thig und andächtig werden; denn unser Heil bist Du,Du unsere Kraft und unsere Stärke.

IX. Anpitel.

DaßmanAlles aufGott, als das letzte Zielzurückführen soll,

1. Sohn, ich muß dein höchstes und letztes Zielsein, wenn du wahrhaft selig zu werden verlangst.

Durch diese Richtung wird deine Neigung gerei-nigt, die sich öfter zu sich selbst und zu den Geschöpfenauf verkehrte Weise hinneigt.

Denn wenn du dich selbst in irgend Etwas suchest,so nimmst du sogleich in dir ab und vertrocknest.

Darum führe Alles aus mich als den Urheberzurück; weil ich es bin, der Alles gegeben hat.

Betrachte vie einzelne» Dinge so, wie sie ausdem höchsten Gute auSfließen, und daher muß allesauf mich, als seinen Ursprung zurückgeführt werden.

2. AuS mir schöpfen der Kleine und der Große,