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Thomas von Kempis, vier Bücher von der Nachfolge Christi : mit e. Zugabe von Morgen-, Abend-, Meß- ... gebeten u. ... aus den übrigen Schriften des Thomas von Kempis
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des Gellebte» gerne umfassen, und nicht wegen desWidrigen, das ihm begegnet, von Ihm abfallen.

VI. Kapitel.

Von der Prüfung des wahrhaft Liebenden.

Z. Sohn, du bist noch kein starker und weiserLiebhaber.

Warum o Herr?

Weil du wegen einer geringen Widerwärtigkeitvon deinen Unternehmungen ablässest, und allzu be-gierig Trost suchest.

Ein starker Liebhaber steht fest in den Versuchun-gen, und glaubt nicht den listigen Eingebungen desFeindes. Wie ich Ihm im Glücke gefalle, so miß-falle ich Ihm nicht im Unglücke.

2. Ein weifer Liebhaber sieht nicht so sehr ausdie Gabe des Liebenden, als vielmehr aus die Liebedes Gebenden.

Er merkt mehr auf das Herz, als auf den Werth,und setzt alle Gaben unter den Geliebten.

Ein edler Liebhaber ruht nicht in der Gabe, son-dern in mir über alle Gabe.

Deßwegen ist nicht Alles verloren, wenn du bis-weilen weniger fromme Gefühle von mir und meinenHeiligen hast, als du mochtest.

Jene gute und süße Empfindung, die du bisweilenerfährst, ist eine Wirkung der gegenwärtigen Gnadeund gewissermaßen ein Vorgeschmack des himmlichenVaterlandes, auf den man sich nicht allzu sehr stützensoll, weil er kommt und geht.

Kämpfen aber gegen die aufsteigenden bösen Re-