826 Beschreibung der dreyen Königreichen
MM i?6. Weilen er aber gedachte jhm fettsten die vollmächtige Rcgke-rung der Völcker zu zuaignen/hat er d?n Anschlag gemacht / daß nach
w-'-ts altcm Gebrauch die Statt Ivlaramka zu Chrcn der Muttsr GBmesK'.ui eingeweyhet von dem Bmh/allwo sie von der verstorbnen Königin auff-n"r Ge- smchttt worden/solte hinweg genommen / vnd cm andere dahin auffze-mahn«, h^uek werden ; sintemahlen er vnkcr diftm Vorwandt gedachte die ge-wöhnliche ^dpffer zuerneuern / vnd alle jene zu todten/so sich ihm wider-setzt hatten/das verfluchte Vorhaben aber ist nit angcmgen/ dahero ge-zwungen absonderlich zu lcbm/ hat cr andere Mittel ergriffen die Be»hutsambkcit seiner Gemahlin/diejhm nit traueke /zubmiegen/wie auchdie Beschützutrg der Hofbedienten / die sein- öffentliche Feind waren/zu-vemichtcn. Auff einen Abend dann hat er der Kömgin sagen lassen/daß sie sich als seine Gemahlin in sein Haußverfügen solte/Meilen er eingrossen Anligen hätte mit jhr zureden : das Begehren wurde bey dem(leneral Statthalter/der Tag vnd Nacht mit Europ-rischen Waffenin der Hand jhr i eben verwahrte / angebracht/ vnd diftrhat solches mitdem przekäemcn deßRaths berathschlaget/die beschlossen/daß dieWach-ten zur Versicherung vor allem Anfall sollen verstärkte worden. Vndals sie mich bcrueffcn vnd mein Gutachten erforschet / was dtßfalls fürein Mittel zuergreiffen/auff daß der Don ^nronins kein Anlaß derAwyspattennemme/vnndjhrer Königin ein neue Widcrwmt?ffm zu-d!?Äna stunde e Ich lobte das jene/was sie schon in diser Sach gehandlet hat»g>n sich ten/mit Hinzusetzung diftr Erjnnerung / daß man dem I)c>n ^ nonion?Nach widerumb zu? Ankwort kundeeerfolgen lassen / wie daßderNachtlufftst liuu- dem gar zu hochen ?ltter / vnnd Vnpäßkchkeittn der Königin nit ge--Köu!?- sintök wäre'/ deßwegm er ihr vergeben wolte /daß sie vor dtßmahl vonHof "-ik abkommen kundte; neben diftm rathete ich ihm auch/ da ß sie inhe«. Ansehung der Nachstellungen / von welchen sie sich schwarlich ohneSchutz deß Himmels wurde erkttttn können / den folgenden Tag mitguter Gnardy in die Kirch kommen sötte / seiner Göttlichen Mayestettshr aigens Anligen zu rec^mmenäiren/mit welchem sie auch jhrcnEhe-gemah!wurdezuverstchen geben/daß sie sich vorjhm nit förchteee/wel-chen meinen Rath sie auch gcfolgec; den folgcitden Tag ist sie gantzFrühe in die Kirch kommen die H. Meß zu hören; nach dero Vollem
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