Druckschrift 
1 (1883)
Entstehung
Seite
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(Nr. 10) Gerke (V. Generation) und (Nr. 11) Otto, welchenach derselben Quelle Besitzungen in Paretz hatten. Ungefähr1400 machen die beiden Genannten dem Magistrat von Berlinein Darlelm von 90 Schock, welche letzterer mit 9 Schock jähr-lich verzinst. Laut eines Lehnsregisters gehört ihnen im Jahre1412 zur gesammten Hand ein erledigtes Angefälle in Kruge,Hebungen in Hönow, Boernike, Paretz, Durotz, Buchow, Carpzow,in letzterem Orte dem Gerke auch der Hof, auf welchem erwohnt und ein Burglelm in Spandau. Die Mutter war in-zwischen gestorben und ihr Leibgedinge an Lehnsstücken auf dieSöhne übergegangen. Otto wird nur in den drei angeführtenFällen genannt, ihn mit dem Plebanus Otto de Arnym inGadebusch (Meklenburg), welcher 1371 8. Januar als Zeugeauftritt, zu identificiren, erscheint nicht gerechtfertigt. Einmalwird des geistlichen Standes des Ersteren in den Urkunden nichtgedacht, dann aber, da die Priesterweihe nicht vor dem 25. Jahreerlangt werden konnte, hätte sein älterer Bruder, der noch1416 am Leben, ein doch immerhin nicht gewöhnlichesAlter erreicht. Gerke scheint grösstentheils auf seinem Burg-lehn in Spandau sich aufgehalten zu haben. 1408 5. Dezemberbürgt er wohnhaftig zu Spandau für den Markgrafen Jobstund wird 1413 und 1414 ebenso bezeichnet.

Bekanntlich gelang es dem zuerst nach der Mark geschick-ten Bevollmächtigten Friedrich I., Wend v. Ileburg nicht, eben-sowenig wie anfänglich dem Burggrafen selber, sich mit denInhabern der von seinen Vorgängern verpfändeten landesherr-lichen Besitzungen über ihre Einlösung zu einigen. Vergeblich

Fiel. Berlin I. 220.

Ried. III. 1. 55.

Raumer I. 49.

Ried. I. 12. 15.

Raumer I. 52.