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steclt. Doch nicht zu lange dauerte diese Gemeinschaft, denn bald schiedKerstan d. Ä. daraus, als er am 22. Juli 1420 vom Kaiser Sigismundmit Tulleda (Tilleda) belehnt wurde und 1422 durch Kauf die HerrschaftBerka erwarb. Es scheint, als hatte er seinen Bruder Heinrich (7) zuOtterwisch beerbt, dieses aber veräussert und so die Kaufsumme für Berkaerhalten. Von dem grossväterlichen Erbe behielt er Auerstedt, das Burg-lehn zu Büttstedt, Rödigsdorf und sonstige kleinere Besitzungen.
Es blieben nun auf der einen Seite Kerstan d. .T. (9) und Dietrich (10)und auf der anderen nur der Bitter Dietrich (11) , die sich derart theiltcn,dass die erstereil beiden zusammen und letzterer allein von den Häupt-gütern Wendelstein und Allerstedt (mit Sagbach, Zeisdorf und derWüstung Harfurth), je die Hälfte besassen. Zu diesen Hälften kamen fürKerstan d. .T. (9) und Dietrich (10) der bedeutende Hof Osfort, womit- sie(beide nur) am 28. Januar 1425 vom Abt Ludwig zu Pforte belehnt wurden,und für den Ritter Dietrich das Dorf Willerstedt (mit dem Gerichtumher, Kahlwinkel, Reisen und den Wüstungen Meissberg und Kalthausen),wie es aus dem Lehnbrief vom 19. Juni 1430 und den folgenden überWendelstein deutlich ersichtlich ist.
Nachdem Dietrich (10) 1426 vor Aussig im Hussitenkriege gefallenwar, hatte jede Hälfte nur einen Besitzer, nämlich Kerstan d. J. (9) undRitter Dietrich (11).
Unter den sonstigen Besitzveränderungen der Wendelsteiner haben wirin diesem Zeitraum folgendes zu erwähnen. Heinrich (7) erwarb Otter-wisch, welches aber 1420 der Familie nicht mehr gehörte.
Kerstan , d. 1.(8) erwarb Wadlhausen,' Tilleda und Berka und schieddamit aus dem Wendelstein aus.
Kerstan d. J. (9) und seine Gemahlin wurden. 1438 mit Seefeld undPrensdorf im Amt Dahme, aber nur für ihre Lebenszeit-,, belehnt.
1416 erwarb Ritter Dietrich (11) und Christian d. Ä. (8) Schloss undStädtchen Mühltroff im Voigtlande für 365 Mark Silber pfandweise vonLandgraf Friedlich IV. Dagegen verkaufte Kerstan d. J. (9) seinen An-theii an Allerstedt, die Hälfte von Saubach und Zeisdorf an den GrafenHans von Beichlingen und dieser an den Herrn von Werthern. RitterDietrich (11) und Kerstan (9) verkauften endlich am 9. Juli 1409 ihremVetter Albrecht von Witzleben, dem Landkomthur des deutschen Ordenszu Thüringen, etliche Zinsen, die Hälfte des Halsgerichts und das Kirchlehnzu Wohlsborn, jetzt in Sachsen-Weimar gelegen.