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seinem Hause als solchem zustehenden Lehen also gar keineAussicht, daß sie einer weiblichen Linie anfallen könnten; indem oben angedeuteten Falle dagegen standen beide Wölpe-schen Schwiegersöhne jenem Erbe gewissermaßen gleich nahe.
Somit läge doch ein Anbalt vor, der eine Wetterführungder damaligen altern Linie gestattet. Die Namengebung istganz dem mittelalterlichen Gebrauch entsprechend, indem bis-her die Familienhäupter abwechselnd Volrad und Heinrichheißen. Es ist dies Argument nicht außer Acht zu lassen,insofern es ein Gegengewicht bildet gegen den sich gewisser-maßen aufdrängenden Zusammenhang der Namen Bernhardund Adolf mit jener Wölpeschen Verwandtschaft. Sehenwir, wie es sich mit der Nachkommenschaft von Volrads II.jüngerin Bruder Heinrich II. stellt. Es hat sich bereits er-geben, daß er indem 1224 H mit zwei Söhnen erscheinendenzu erkennen ist; denn diesen noch für Heinrich I. zu halten gehtnicht an, ebensowenig aber könnte der Sohn Volrads II. damalsschon Söhne gehabt haben, die bei einer Verhandlung vonso weittragender Bedeutung aufzuführen für nöthig wärebefunden worden. — Setzt man nun der Namensüberein-stimmung zu Liebe Bernhard und Adolf (zu denen drittensder Canoniker Heinrich tritt) als Söhne Volrads II. undder Jutta von Wölpe an, so bleibt keine andre Persönlich-keit übrig, die für jene beiden in Anspruch genommen werdenkönnte, als der eine Heinrich, welcher 1237 ein schildförmigesSiegel mit dem linksaufsteigenden Löwen führt 0. Es wirdhier der passendste Ort sein, ein Ereignis; der nächstvorher-gehenden Zeit ins Auge zu fassen, welches für die Feststellungseiner Persönlichkeit von größter Bedeutung ist.
In jener Schlacht gegen die Litthauer am Mauritius-Tage (22. Sept.) 1236, deren unglücklicher Ausgang dieVereinigung der Liefländischen Schwertbrüder mit demdeutschen Orden in Preußen zur Folge hatte, hat auch einGraf von Dannenberg mitgefochten. Die Thatsache ist un-zweifelhaft; für uns kommt es zunächst darauf an, festzustellen,ob er bei dieser Gelegenheit, wie die meisten seiner Genossen,den Tod fand. Die älteste Quelle sagt dies nicht aus-drücklich, dagegen nennt eine jüngere Nachricht ihn geradezuunter den Gefallenen. Wegen des besondern Werthes, dendie Entscheidung dieser Frage für unfern Zweck hat, ist inder Kürze auf die Herkunft und das gegenseitige Verhältnis;
1) Mekl. Uvk.-Buch I, 305.
2) Mekl. Urk.-Buch I, 466.