Druckschrift 
Zur Genealogie der Grafen von Dannenberg
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

Die urkundlichen Belege sind zu klar, als daß einwesentlicher Jrrthum möglich wäre. Die ältere, von Bern-hard abstammende Linie ist nur uoch in ihrem Beständezu ergänzen.

1264 führt nämlich Graf Bernhard ch außerdem einenfünften Sohn Namens dunosllinns auf, und als Zeuge istgenannt Oorninus llolmnuss gsuer nostsr. Es ist dies ohneFrage ein Gans von Putlitz; wir werden ihn bezw. seinenSohn unten in nahen Beziehungen zu unserm Geschlecht finden.Es wäre damit die Existenz einer 1264 bereits vermähltenTochter constatirt.

Gunzel erscheint als der vorletzte Sohn, zwischen Bern-hard (II.) und Nieolaus und kommt nicht weiter vor. Denndie Hoffnung, ihn noch 1279 wiederzufinden, hat sich beinäherer Erkundigung als trügerisch erwiesen. Unter diesemJahre steht nämlich bei Riedel eine stlrrunde, deren Ansang lautet: F. et d. st iN. cl. gr. sonutes clo Hunnen-bsrgli oto. Das Original befindet sich jetzt im Königl.Geh. Staats-Archiv zu Berlin, nach einer freundlichenMittheilung daher liest dasselbe vielmehr: A. et I>. et N'i.ete. d. h. Adolf, Bernhard und Nieolaus. Gunzel magnoch vor dem Vater gestorben sein, da bereits 1267(Anhang No. 2) die Brüder seiner nicht mehr gedenken,jener aber 1266 (Mekl. Urk.-Buch II, >089) noch amLeben war.

Was jedoch die Aufstellung Rudioffs hinsichtlich derjüngeren Linie, der Nachkommenschaft Adolfs anlangt, sowären zunächst nicht eine, sondern drei Töchter aufzu-führen gewesen. Denn in der einzigen Urkunde, aus derwir von ihnen wissen, derjenigen, welche ihr Vater GrafAdolf >266 über ihre Verlobung mit dem jungen GrafenHelmold von Schwerin an den Vater des letztern ausstellte:Mekl. Urk.-Buch II. Ho. 1089 heißt es: si inori con-tigerst äistarn tiliain nostrum ante ournaloin cogulain snn-ssgnntaro, s sonn ei nur aut toroinnr lilinm nostrnin sonntistilius «Inest in nxorsnr, öts. Es liegt in der Natur derSache, daß ihre wirkliche Existenz vorausgesetzt werden muß.Man hat darin jedoch nichts weiter als eine Ungenanigkeitin Entwerfung der Stammtafel zu sehen, da Nudloff bei

1) Riedel, Loä. iltzüow. Lrauä. 1, 6, S. 17.

2) a. a. O. I, IL, xag. 406, nach Gercken Diplom. U, 172.