selben ertragen können, und will ich vor allen Dingen und zuvörderst den oonstülnirtsnLehnstamm abrechnen lassen, will auch die mir unterschriebene Ehe-Stiftung änderst nichtxroänoirsn und vor mich allsAiron als auf dasjenige, was über den mehrbcsagten Lehn-stamm vorhanden sein wird. Zu Urkuud habe ich diese Erklärung wohlbedächtig und mitGenehmhaltung meines gerichtlich bestätigten Herrn Onrntoris. auch mit Vorbewußtmeines lieben "Mannes unterschrieben, und besiegelt von mir gestcllet.
Geschehen Neuhaus, den 28. llnnis 1719.
(b. 8.) Zlni-iv ^.»louncttv Caroline von Ckersteln gcbohrncvon ttienbeim.
(Ii,. 8.) Christian Marschall von Bieberstein, curat, nois derFrau Ober-Stallmeister von Obsrsbsin.
<!,. 8.) Lrimt liuilolpll von überstei».
Victor Fürst zu Anhalt konfirmiert des Ober-Stallmeisters V. R. v. Cberstcin Hei-rathsvertrag am 16. 8ept. 1721.
Von Gottes Gnaden Wir Victor Friederich Fürst zu Anhalt, Herzog zu Sachsen,Engern und Westphalen, Graf zn iseaiiie». Herr zu Vernbnrg und Zerbst zc. Urkundenhiermit. Demnach Uns der Wohlgebornc fürstl bischöfl. Eichstädtische Ober-StallmeisterErnst Rudolph von Ebcrstci» als LehnSvasall Uns gehorsamst ersuchet, daß Wir vorher-beschriebene, zwischen ihm und seiner Ehel iebstcnstder Freiin von Oi.snbsi.rn ge-troffene Ehe-Öaota ct. U. den 9. llan. 1719, nachdcme er die von seinem Vater sei. auf dasGut Ncnhans gemachte Lehenschuld bei dem herzogt, braunschwcigischcn Geheimten RathWilhelm von Wilkenit; ä 2000 Rthlr. von ihrem Eingebrachten übernommen und be-zahlet, gnädigst oontirrnircn und Unjern lehnshcrrl. Oonssns darüber zu erteilen gnädigstgeruhen möchten, und Wir dann darbet nichts Bedenkliches befunden: Als oonllrinirenund bestätigen Wir besagte Ehe-Onota in allen Olansnln und Onnobsn hiermit der-gestalt, daß darüber stets gehalten und so oft es nöthig die Oonbrabönten landsfürstl.aeschützct werden sollen, jedoch Uns und männiglich an seinen Rechten ohnschädlich.Urkundlich haben Wir Uns eigenhändig unterschrieben und Unser fürstl. Irwins! wissentlichdarunter drücken lassen. So geschehen Bernburg, den 16. 8sr>1. 1721.
(O. 8.) Vivlor Mrjl zu Anhalt.
Der Ober-Stallmeister Ernst Rudolf v. Eberstein starb am 26. Dec. 1736zu Ober-Mössing und hinterließ die Witwe, zwei Töchter: Maria TheresiaWilhelmina Antonetta lgeb. 10. März 1722 zu Eichstädt, verm. mit demfürstl. basel. Ober-Stallmeister Joseph Niclas Reich von Reichenstein)und Maria Elconora Antonetta (geb. 29. April 1723 zu Eichstädt,st 17. Dec. 1777 zu Arlesheim) und einen Sohn: Christian Franz AntonKarl Ludwig >geb. 4. Nov. 1719 zu Eichstädt, st II. Januar 1797 zu Basel),welcher bis 1742 in Rom studierte und dann TmilfiroM des Hochstifts zuBasel wurde. Herr vr. V,. Lieber zu Basel hat die Güte gehabt, mir überden Dompropst Franz v. Eberstein unterm 27. Ose. 1S73 Folgendes mitzuteilen:„Als die Franzosen das bischöflich-baselische Gebiet 1793 in Besitz nahmen, verließdas Domstift seine Residenz in dem nahen Dorfe Arleshcim und brachte — ein be-merkenswerthcs Oastnin — sein Archiv und seinen Kirchenschatz nach Basel in Sicher-heit, also in dieselbe Stadt, die 1529 sich vom Bischof losgesagt und protestantisch gewordenwar. Es scheint, daß der Dompropst Oran? Anton kein Bedenken trug, seinen Wohnsitznach Basel zu verlegen, und daß er sogar hier sein Leben beschloß. Derselbe ist übrigenshier keineswegs vergessen: er scheint sich auch litterarisch bcthätigt zu haben. In denneuen Merkwürdigkeiten der Landschaft Basel, 3 Abthlg. (Lasel 1816) vonMarkus Lutz werden S. 174 ff die Schicksale des Baslerischen Stift-Kapitels erzählt,und zwar beruft sich der Verfasser auf die „lateinische Urschrift des sel. Dom-propst ?rs.n2 Freiherrn von Obsrstsin." Ob ein solches lateinisches Nanu-soript in hiesigen Bibliotheken vorhanden ist, vermag ich noch nicht mit Bestimmtheit zusagen; meine bisherigen Nachforschungen waren bis zetzt ohne Erfolg Dagegen habe ichin einem handschriftlichen Sammelbaude, der aus dem Nachlaß des erwähnten MarkusLu tz stammt, ein Schriftstück gefunden, das folgenden Titel hat: „Avis, Ooolssias Last-
11611813, 16. 68li ()0I18t,i1)1l1)i01163 3)5110 tl.3.163 3I136HII6 01'6.il13l,i01163 (Z1136 III ^^1300^)1
Lasilisnsis Arobivo Ulannsoriptas asssrvantnr vsl tz.xis sckibas sunt. Oollsotüonsinactornavib ( brist. Vranciscus Carolns ab liberst ein sinsclsin soolsslas oanonionsAnno äoinini 1760." Oiroa 45 Folioseiten.
Im gleichen Baude stehen „Nsrnxli Lasilisnsis slnscksingns oapitnli lata,."4 Folioseiten, auf Wunsch des Bibliothekars von 8b. Llasii im Schwarzwatd im I. 1761niedergeschrieben, jedoch ohne Name des Verfassers. Vielleicht ist dieser Aufsatz vonLutz für seine Geschichte des Basier Domstifts benutzt worden."