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Folge 4 (1883)
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mich der Verlust der schönen theurcn Gewehre, die zu Vs durch die blessirtc und Gefangnezu Grunde gingen.

Hier hatte ich noch ein kleines växöt von etlichen 100 Paar orckonauos Hosen ge-lassen, zn deren Fortbringung mir in dem Drang der Umstände nicht das geringste Mittelzu Gebot stand, um also nicht auch diese noch ganz zurücklassen zu müssen, folgte ich demBeyspiel andrer Regimenter und verkaufte sie, nachdem ich einige ausgeplünderte bekleidethatte, um 350 Thaler an einen hiesigen Juden.

In dem Augenblick, wo ich frische Äuuitüou für die Waffenfähige Mannschaft undauf acht Tage Zwieback empfing, sehe ich mich in der nemlichen Lage wie zu Wilna underwarte stündlich die Orckrss zum Abmarsch, wobey wir wahrscheinlich bei der ^.rrisr Llarckssehn werden, eine ausführlichere Nslalloii ist mir unmöglich. Horaciain."

Königsberg den 3^>> llanuar 1813.

Anton Gottlob von Eberstein,

Sr. Durch!, zu Anhalt-Bernburg und Zerbst Ober-Berghaupt-

mann zu Harzgerode(S. 1139),

geb. S. Dec. 1690 auf Neuhaus, ch 9. April 1747 zu Harzgerode. Am 14. es. m.wurde Anton Gottlob in der Kirche zu Rötha in das Eberstein'sche Erbbegräbnisdes Abends beigesetzt. Als er von Harzgerode nach Rötha gebracht wurde, gingender Leiche die Bergleute von Leinungen und Morungen voran, und die RothaerSchulkinder gingen derselben in Procession entgegen. Acht Tage lang wurdetäglich von 1112 Uhr Mittags ein Trauerläutcn geHallen. Er hatte sich 1731mit Johanne Charlotte geb. von Wcrthern a. d. H. Klein-Werther lgeb.24. Juni 1693, ß 24. Febr. 1771 zu Harzgerode, beigesetzt in Rötha 1. März sj. a.)verheirathet. Nahe Anverwandte von ihm waren der Land- und Geheime-Rath von Werthern auf Klein-Werther, der Oberstlieutenant vonWerthern auf Brücken, der mit einer geb. v. Wilcke vermählt war, und derOber-Hofmeister Anton v. Werthern zu Sondershausen. Diese undderen Kinder kamen sehrhäufig nach Harzgerod e, wohingegen auch A. G. v. E, meistensin Begleitungseiner lieben Frau", in Klein-Werther und Brückenanwesend war. Schwäger von ihm (Herren v. Werthern) waren in Ungarn,Italien, Kurland :c. Leider hat nicht nur seine eigene Familie durch den Ge-Heime-Rath v. Werthern Vermögen eingebüßt (s. oben S. 249). sondernauch mein Urgroßvater, der Oberst I. Karl Fr. Frhr. v. E. in Tilsit (s. obenS. 252 ff.).

Drei von Anton Gottlob's v. E. Brüdern wohnten in seiner Nachbar-schaft. Der Graf Ernst Friedrich v. E. wohnte in Leinungen, der Jäger-meister Christian v. E. in Stolberg und sein jüngster Bruder Wilhelmstand in Wanzleben bei dem k. Preuß. Leib-Luirassisr-Reg. Daß er Vater-stelle bei seiner Nichte Christiane v. E. aus den Eichen versah, ist oben be-reits erwähnt. Die Schwester der letztern war in Groß-Leinungen bei demGrafen Ernst v. E- In Leinungen wohnten auch noch viele Mitglieder derWolf-Dietrich'schen Branche.

Bei der brüderlichen Teilung erhielt der Ober-Berghauptmann das Harra s'scheGut zu GeHofen, mußte aber die Erbportion seines Bruders Wolf Dietrichmit übernehmen. Im Jahre 1721 acquirierte er zwar von seinem Bruder ErnstRudolf (Ober-Stallmeister in Eichstädt) die Rittergüter Neuhaus und Paß-bruch, verkaufte dieselben jedoch 1729 wieder an den Fürsten Viktor Friedrichzu Anhalt-Bernburg. Kurz vorher ereignete sich folgender Vorfall:

Am 16. Okt. 1728 beklagte sich der zu Harzgerode wohnende Schutzjnde Solo-mon Liebermann beim Fürsten von Anhaltwelchergcstalt ich vor wenig Tagen meinerFrauen Bruder Levin Mündel, der itzo bei mir in Brod und Diensten ist, mit einigenWaren über Land gesendet, da er denn sogleich von dem Herrn Berghauptmann von