möglichst davor zu sorgen, daß Du bei der ersten Vakanz eine kleine psusionbekommen möchtest. Dieses geschehe nun, oder nicht, so kannst Du Dir leichtevorstellen, daß diese Nachricht uns alle herzlich erfreuet hat, Denn was sollte unsWohl mehr freuen, als Dein Lob zu hören, Gott gebe Dir seinen fernerenGnaden-Segen und zünde auch sein Feuer und Herz in Dir an Uuo. IS, 49,so wird meine Freude und Dein Glück vollkommen werden,
Hiernächst benachrichtige ich Dich, daß w. Aus Sachsen habe von meinenrsvslluss seit 72 nicht einen Gr, erhalten. Überdieses ist der Pachter mal. diesePension bis lloll, 86t Thlr. S1, Gr, 6'/z H schuldig. Ich habe gethan, wasein ehrlicher Mann und redlicher Vater thun kann; ich habe alles an Euch Kindergewendet :c, Leinnngen lasse ich Euch frei bis auf die klobentbal'schen5000 Thlr, Zur Einlösung von Rothe und Hörle ist das Geld da, außer-dem hoffe, aus dem Werthevschen Prozeß mit denen Interessen doch noch wenigstens7/w Thlr, zu bekommen, Nächstdeme habt Ihr die Lehnstämme, welche jährlich286 Thlr, 10 Gr, betragen, Euer Anteil an GeHofen und der Hütte, wovonIhr dermaleinst nach meinem Abschiede aus dieser Welt ehrlich leben könnet. Daßich aber mit dem Gelde, was zur Einlösung von Hörle bestimmt ist, denHrn. V. kobsntbai bezahlen soll und hernach aufs frische Geld zu diesem Behufschaffen soll, das kann ich nicht. Wie leichte könnte es geschehen, daß die FrauJägermeistern solches erführe und erböte sich, Hörle abzutreten; und sodannwäre kein Geld da, so wäre wieder ein neuer Prozeß, der ärger als dieser wäre.Ich habe also dem kuäioll geantwortet, daß, falls er sich erböte, bei Endigungdes Prozesses so viel Geld auf die Güter zu schaffen, als zu Hörle nöthig, somöchte er Hohenthal bezahlen, wo aber nicht, möchte er das Geld an einensichern Uurnzuisr gegen 3 oder 4 pLto. oder auf andere sichere Weise unterzu-bringen suchen, wo er das Kapital nach kurzer Aufkündigung haben könnte. Ichkann meine noch wenigen Lebenstage nicht so elend zubringen, als ich selbigeseit der unglücklichen Annahme von Leinungen zugebracht habe.Dieses kann mir kein Mensch verdenken. Was die Leinungschen Herren betrifft,so muß man denken, daß es immer gut ist, Gutes zu thun, ohne Belohnung zuhoffen. Ein gut Werk gethan zu haben sich bewußt sein, ist allzeit Belohnunggenug. Deinen Taufschein schicke Dir hierbei w. Von hier ist Dir nichtsreinarcinblös zu melden, als daß der Obristlieut. von Uraobt seine «Zinns-sion genommen und der Lapit. V. üolltrits« dessen ZZsguackron erhalten hat.Ersterer hat dem Postmeister sein Haus abgekauft und wird wohl seine übrigeLebenszeit darin zubringen. Er grüßt Dich vielmalen, wie auch Lwttsrbsiin,Der Herr UsuarsZ ist auf seinem Gute Osstllsn, wo er im llntis die lataiitsgehabt, daß das Wetter eingeschlagen und seine Wirthschaftsgebäude bis auf einsvom Feuer verzehret worden, folglich ist er im Bauen begriffen. Vogel war,als ich von der rsvne kam, bei einem Landedelmann bei Friedland sngaZiret,soll aber auch schon da weg sein. Er wird sich nirgends oonssrviren. MitKarlchen ist es noch so, daß die Wunden allesamt bis auf eine zu sind; er hataber dennoch Schmerzen, wann er die Beine sitzend krumm hat, welches er nichtlange aushalten kann. Er ist indessen weit besser, als da Du noch hier wärest.Ich kann noch nicht sagen, daß er viel proütiret, unterdessen giebt sich Hr, Uar-tini (der nach meines Großvaters Abgang von der Universität wieder nach Tilsitzurückgekehrt war) viele Mühe und Fleiß mit ihme. Deine liebe Mutter undGeschwistere grüßen Dich herzlich :c. Es weiß hier niemand von Deinen Um-ständen (nämlich davon, daß Wilhelm beabsichtigte, in kursächs, Staatsdienstezutreten,*) Ich sage, Du treibest meine Familien-und Urivut-Angelegenheiten in
*) Aus einem am 14, Mai 1795 dem Kurfürsten Friedrich August III, überreichtenSchreiben meines Großvaters <kursächs, Hof- und Justiticnraths zu Dresden) ist u, a,ersichtlich, daß in einem Keyser-Tesmarschen Oouourss nonr. der Eberstein'schen