Druckschrift 
Folge 4 (1883)
Entstehung
Seite
115
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in Dresden um Urlaub bis ult. März 1741 nach GeHofen, da Privat-angelegenheiten seine Gegenwart dort erfordern. Er war mehrere Jahrelang General-Adjutant, machte die Kampagne in Ungarn mit undbat am 22. April 1743 nicht nur um Verleihung des dapitain-Charakters,sondern auch darum, daß ihm das allergnädigst verwilligte Feld-Traktamentä 18 Thlr. 8 Gr. monatlich von der General-Feldkriegskasse ohne Abzugverabfolgt werden möge:

Hochwohlgeb. Herr?c. General-Major! Ew. Hochw. halten mir zu Gnaden,daß mich unterfange, Denenselben in geziemendem Respekt vorstellig zu machen,wasmaßen, ehe ich die Ehre gehabt, meinem :c. Herrn General-Major als Adju-tant zugegeben zu werden, ich bei dem Herrn General-Major von Brand ineben dieser Funktion in die 4 Jahre schon gestanden, mir aber während dieserZeit viele von denen andern General-Adjutanten, so in der ^noionnstöhinter mir gewesen, vorgezogen worden. Ob nun wohl sothaner höchsten Dispo-sition ich mich in tiefster Submission unterwerfe, so ergehet dennoch bei meinembereits zunehmenden Alter und zu Maintenierung der erworbenen Himionnotsan Ew. Hochwohlgeboren meine unterthänigste Bitte, Dieselben geruhen, nachDero gegen mich hegender Gnade höhern Orts es dahin zu erwirken zu helfen,daß von Königl. Majestät mir der Uapitain-Charakter gleichfalls in aller höchstenGnaden beigelegt werde, und zwar mit Beibehaltung meiner itzigen Funktion.Sothane hohe Gnade und Protektion werde lebenslang mit devotestem Respekt zuvenerieren nicht ermangeln, als Ew. Hochwohlgeboren, meines hochgebietendenHerrn General-Majors unterthänig gehorsamer Diener

Torgau, 22 Apr. 1743. Karl Friedrich ü'Ldorstoin.

Hochwohlgeb. w. Herr General-Major! Ew. Hochw. geruhen Sich unter-thänig vortragen zu lassen, welchergestalt, nachdem durch ergangene hohe orclroJhro Königl. Majest. denen sämtlichen Adjutanten derer Herrn General-Majors,und also auch mir das gewöhnliche Feld-Traktament (jedoch ohne Konsequenz)in allerhöchsten Gnaden wieder beizulegen geruhet haben, eine hochlöbl. General-Feldkriegskassa mir wegen sothaner allergnädigsten Augmentation eine sogenannteAbrechnung zu formieren und von dem ersten Monat zu clsoourtioren willens ist.Gleichwohl aber, da ich bereits in die vier Jahr bei dem Herrn General-Majorvon Brand als Adjutant gestanden, auch der Kampagne in Ungarn mit beige-wohnet, ich dergleichen Uooourt schon erlitten, auch ohnedies in verwichenem 1741.Jahre durch den Gehcimden Kriegs - Kanzellist Altner, welcher nach vorher auf7 Monat vor mich mittels erhaltener Quittung gehobenen Traktaments-Geldernmit selbigen fort und außer Landes gegangen, in großen Verlust gesetzt wordenbin: Als ergehet an Ew. Hochw. meine unterthänigste Bitte, Dieselben geruhengnädig, durch Deroselben höhern Ortes erstatteten Vortrag es dahin zu vermittlen,daß von ermeldter General-Feldkriegskassa das allergnädigst mir verwilligte Feld-Traktament ä 18 Thlr. 8 Gr. monatlich ohne Abzug verabfolget werden möge,maßen ich außerdem, da der Hvaiuzs-Monat von vorigem bereits äoeourtisrot, denAbzug doppelt leiden würde. Als welche hohe Gnade mit unterthänigem Dankerkennen und zeitlebens mit devotestem Respekt beharren werde Ew. Hochw.,meines hochgebietenden Herrn General-Majors, unterthänig gehorsamer Diener.

Torgau, 22. Apr. 1743. Kart Friedrich «UkLborstein.

Am 2. Januar 1746 bat Karl Friedr. v. E. den General-FeldmarschallJohann Adolf Herzog zu Sachsen um die Kompagnie, welche durchden in der Bataille bei Kesselsdorf gefallenen Major von Sackenvakant geworden war:

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