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Folge 4 (1883)
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einmahl in lauter Erfröhlichung zu verwandeln. Was aber uns mangelt, das wird GOttersetzen, dessen süssen Besänsftigungcn Vvrlängst im Hcrtzen räum ist verstattet worden.Dann so der jenigc, der aus Türckischer Dienstbarkeit rnndsioniret wird, Key vielen einFrolocken stifftet, wie solte dann diese herrliche Befreyung, so der ächtzenden Seele aus demKercker des Leibes wicderfähret, ein Bckümmernüs anrichten? Wer das recht wohl xon-cisriret, wird gcrnest sein Votmrn dem jenigen beyfügcn, welches aussagt: Der Tag desTodes seh besser als der Tag der Geburt: Und ob gleich der Himmel aufs unsre rechtthörichte und lüsterne Art so gar nicht verliebt ist, das; seine Sehnsucht mehr durch denanmuhtigen Schein der Purpur Wangen als durch den Prcißwiirdigen Glantz des grauenAlterthums tönte gcstillct werden, So hat doch der Höchste GOtt sein sonderbares Intsr-ssss dabcy, und dünkt mich auch unser seits, Er habe dieses herrlichen Zicrraths vor seinemThrone nicht länger entrechten wollen, das; wie ein Gärtner, der das Seine in Acht nimt,ein Anrss Blümlein nimmermehr von Unkraut und Disteln wird unterdrücken lassen, alsohabe auch Er diese HochAdcl, TugrndBlume von dem Unkraut der Gottlosen und stachlichtenDisteln der verführerischen Welt recht zeitig entfernet, und Sie aus diesem unruhigenThränenthal in seine mit lauter Freude bekrönte Ewigkeit durch ein Schlaffahnliches undrecht sceligcs Anfflösc-Stiindlcin gantz gnädiglich auffgenommen, Hat nun der Tag IhresAbsterbens gleich die stcllung der HimmclsZeichcn, nach gemeinen Calendcr-Urteil, unterdie Unglücksceligen und Vcrwvrffnen geleistet: So hat doch der Todt vor sich sechsten andiesem Tage Sie mit dem höchsten Glück und der vollkommensten Wohlfarth besceligct,weil keiner zu zeitlich, viel aber zu langsam, d, i, gar nicht im Himmel kommen.

Aber, halt innc! schreit mich die Donnerstimme an aus des grossen DUsoloAsn L, Uo-UnnrUs Gesichten, überschüttet uns alle mit vergänglichen Tröste und sagt: Sic ist cineJungfrau und folget dein Kimme nach, wa es hingehet, psr nspsrn. aci prospsrn, xsr an-Anstn acl nnAnstn, psr ernosin all luasin, durch Trübsahl zum Labsahl, durch Schmertzenzum Hcrtzen, durch Leiden zur Freude, wie alle andre Christen!

Und so wird auch die anwesende Hmwuchrte Versammlung der Wohlseeligen Jungfernicht unwilliglich, wo Sie ietzt hingeht, folgen, und geruhen,'dem Leibe die beschliessendcEhrenpflicht zu erweisen, dessen Seele vorlängst schon von den Engeln unaussprechlich ge-ehret worden ist.

An statt der Hoch Leidtragenden Eltern und Herlitraurigen Bluts-Verwandtcn aber istmeiner Wenigkeit anbefohlen, die erkttntliche Danckbezeuqung cndschließlich abzustatten:Allermassen Sie lämptlich mit sehr hohen OonbsrUsrnsnb erkennen, daß Meine Höchst- Hoch-und Viclgechrlc Herren nebst dem Hoch Adel und sonst löbl Frauenzimmer, aus der ferneund nähe sich anhero erheben, und mit Hindansetzung dero resp Hochwichtigen Angelegen-heiten und andrer Bcrusfs-geschäffte die ansehnliche und liebe Gegenwart Ihrer Persohnendiesem Begängnüs nicht mißgönnen wollen; Wie auch Ihr Hertzens Wundsch dahin zielet,daß der Huldreiche GOTT dcroselbcn Hochasstärniorliche ?n,rniliöir vor schweren Trauer-fällen in genaden bewahren möchte: Also werden Sie ingesamt den durch heutige Be-gleitung diesem Hochherrl, Hanse erzeigten tstavor viel lieber im Wcrcke und mit schuldigergegen Berdienung, als meinen sehr mangelhafften Worten zu erwiedern suchen, und eherin Unvergnüglichkeit hier sterben, als solche Vergeltung durch Undank zurückc halten,

Herr Magister Leone mit seinem Weibe, Sohne, 3 Töchtern

und 2en Mägden" starben im Juni l683 zu Sangerhausen an der Pest

(s. Nachtr, 3, Folge, S, 58),

Der Domherr Anton Albrecht von Eberjlein, nweWitwe, seine Söhne Albrecht Ludolf, Wolf Friedrichund Gtto Warimilmn und seine Wchter Hedwig Eulaliaund Louise Eleonore.

S, 1114, S, 1115 1,, 3., 4, u. S, 1116 5. u 7,Der Domherr Anton All,recht v, Eberstein starb am 31, Januar 1703zu GeHosen und hinterließ die Witwe Julinne (f 28, Febr, 1720 zu GeHofen),des Ludolf v, Rössing auf Rössing, Berssel (nicht Verscholl) ?c, und der AnnaEulalia geb, von Stöckem lnicht Stöchau) Tochter;