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Ihre Selbstbiographien nebst einer kurzen Geschichte d. Hauses Zinzendorf
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SELBSTBIOGRAPHIE DES GRAFEN KARL VON ZINZENDORF.

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Schwalle eines mit jener inkompatiblen Papiergeldes; die Ver-rufung der 5o Gulden-Zettel; die Kriminal-Inquisition zu Strass-burg gegen die in Frankreich zwar supponirten, aber nie ent-deckten Fabriken falscher Bancozettel; ein zweckloses neuesWucherpatent und die mit jenem im Widerspruche stehendeVerbindung mit Wechselhäusern zum Agiotiren; Erhöhung desTranksteuer-Gefälles in Galizien; die Vereinigung beider Gali-zien in ein einziges ungeheures Gubernium; ein übertriebenerZoll auf die ohnedies so hoch belegte Einfuhr von Zucker,Kaffee und Cacao, wodurch die Schwärzung mächtig angeeifertwerden musste; die gänzlich verdorbenen und vernachlässigtenLandstrassen; Vertheidigung gegen die Verleumdungen desHof-Kriegsrathes, als ob seit zwanzig Jahren, mithin durch denganzen Zeitraum des von dem Grafen von Zinzendorf bis Ende1792 geführten Präsidiums der Hof-Rechenkammer kein legalerMilitär-Hauptabschluss wäre vorgelegt worden; Beleuchtung derFrage: ob auf ärarische Kosten zu Venedig ein Banco-Girozum Behufe des dortigen Handelsstandes solle errichtet werden?Das Aerarial-Monopol der Schlachtvieh-Lieferung und der Körner-käufe für die Residenzstadt, dies waren ungefähr die Haupt-gegenstände, mit deren Beurtheilung und theilweisen Bestrei-tung der Graf von Zinzendorf sich durch das Jahr i8o3 beider Konferenz im Innern beschäftigte.

Des Grafen Nachfolger als niederösterreichischer Land-marschall, Graf Saurau, ehemaliger Finanzminister und dannk. k. Botschafter zu St. Petersburg, Grosskreuz des königlichungarischen St. Stefans-Ordens, ward am 10. Februar i8o3durch den obersten Kanzler Grafen von Ugarte in der Ver-sammlung der niederösterreichischen Stände vorgestellt. Am21. März unterzeichnete der Graf von Zinzendorf sein Testa-ment und versiegelte es den 16. Mai. Im Juni und Juli warder Graf zu Bruck an der Leitha, den 12. August zu Wasser-burg, den 29. zu Fladnitz, den 2. und 3. October zu Gumpolds-kirchen während des Minkendorfer Lagers; zweimal hatte er imHauptquartiere des Kriegsministers Erzherzogs Karl zu Ober-waltersdorf gespeist. Der Graf ward von Flüssen in den Augenund Zähnen geplagt, besonders im Juni, und bediente sich da-gegen des Seidelbast (Bois de garou, Daphne meiere um). Seine