SELBSTBIOGRAPHIE DES GRAFEN VON ZINZENDORF.
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sische Gesandte Herr von Funk stand sehr gut hei dem Grosskanzler,diesem wurden durch den Freiherrn von Pretlach abermalen 5ooDucaten zugesandt. Auch an den englischen Gesandten Guedikensward der Graf wegen der gemeinsamen Sache angewiesen.Die aus dem Horvatischen Projekt entstandenen Irrungen; derrussische Festungsbau in Neu-Serbien; die zwischen Russland undEngland obschwebende Conventions-Verhandlung; das dänischeProject wegen Austauschung des holsteinischen Antheils; diekünftige polnische Königswahl, sowie die diesbezüglichen Be-mühungen und Absichten des Prince de Conti", die Erziehung desjungen Ivan; Grossfürst und Grossfürstin", Graf Schuwalow; obhinsichtlich der Angelegenheiten des Handels mit dem russischenHof ein gemeinschaftliches Einverständniss getroffen werdenkönne? Alle diese Punkte wurden des Grafen Aufmerksamkeitunterm 7. Januar anbefohlen. In Dresden soll er alle möglicheFreundschaft bezeugen. Er soll Nachricht einholen, wer beiAbgang des russischen Grosskanzlers zu seinem wichtigen Amtegelangen dürfte? Die lateinischen Briefe des Kaisers waren vom29. Januar, die von der Kaiserin - Königin an die russischeKaiserin und den Grossfürsten vom 7. Februar. Unterm 11. Fe-bruar wurde ihm aufgetragen zu erforschen, ob der russischeResident in Konstantinopel, Obrescow, wirklich mit dem ReisEffendi im December 1754 eine Convention verabredet undunterzeichnet habe. Dem russischen Botschafter zu Wien, Grafenvon Kaiserling, soll er alles Lob ertheilen, auch ein gutes Wortfür die Katholiken in Riga einlegen. Des Grafen Pass von demKönig in Polen ist datirt: Dresden, den 21. Februar 1735, derBerlin'sche Pass zur Durchreise durch Schlesien vom 1. Februar1755, ebenso der Freipass in Betreff der Zoll-Licenz undAccise-Bedienten. Dem Grafen Eszterhazy ward er unterm12. Februar bestens empfohlen. Die russische Kaiserin redeteer deutsch, den Grossfürsten und die Grossfürstin französisch an.Der Graf gab die erfreulichsten Nachrichten von dem Creditunseres Hofes zu Petersburg und sendete mit Anekdoten ange-füllte Berichte an den Kaiser Franz. Unterm 3i. Mai 1755trägt ihm der Hof- und Staatskanzler auf, seine Rückreise überStockholm, Kopenhagen und Hannover zu nehmen, weswegenihm 2000 fl. zugelegt werden. In der Instruction wird ihm sehr