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Ihre Selbstbiographien nebst einer kurzen Geschichte d. Hauses Zinzendorf
Entstehung
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KURZE GESCHICHTE DES HAUSES ZINZENDORF.

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Fürsten von Portia vermalt. Als dieser 1698 starb, vermalte siesich zum zweitenmale mit dem Grafen Felix Ernst von Mollard,ward abermals Witwe den 11. Mai 1741 und starb den 11. Sep-tember 1742 im 75. Jahre ihres Alters.

Hans Joachim's mittlerer Sohn, Otto Heinrich vonZinzendorf und Pottendorf, Herr zu Freydeck, Schöneck, Toppel,Dürnstein, Thal-Wachau und Freyenthurn, war augsburgischerConfession.

Nachdem nicht nur 1623 in den landesfürstlichen StädtenNiederösterreichs die Ausübung der evangelischen Religionüberall verboten, sondern auch in dem Generalmandat vom14. September 1627 allen evangelischen Ständen angedeutetworden war, binnen zehn Tagen alle evangelischen Predigerund Schulmeister aus Oesterreich abzuschaffen und die erledigtenStellen mit katholischen Geistlichen zu besetzen; nachdem wei-ters am 10. April 1628 allen Ständen und Unterthanen dasLesen lutherischer Bücher verboten und sie angewiesen wordenwaren, sich bei allen religiösen Handlungen katholischer Prie-ster zu bedienen, so fasste Otto Heinrich nach allen diesenVerfügungen den Entschluss, sein und seiner Vorältern Vater-land zu verlassen und sich in einem Lande niederzulassen,wo die freie Ausübung der protestantischen Religion gestattetwar. Er verkaufte daher im Jahre 1629 seine ererbte Herr-schaft Freydeck an den Grafen Otto Heinrich von Fugger zuKirchberg, vindicirte sie aber 1653.

Den i5. März 1643 schlössen Otto Heinrich, dessenBruder Albrecht und die Vormünder ihrer Vettern Johann Wil-helm und Ferdinand nebst Georg Ehrenreich von Zinzendorfmit Christof VI. und Hans Adam IV. von Zinzendorf ausder Hauseck'schen Linie einen Vergleich, kraft dessen dieHauseck'sche Linie auf alle ihre aus den Georg Christof'schenund Hans Joachim'schen Fideicommissen herrührenden An-sprüche, die Karlsbach'sche Linie aber auf das ihr in dem Testa-ment des Hans Friedrich vom 3i. Mai 1600 ertheilte Recht,die Herrschaft Hauseck binnen drei Jahren nach Absterben desletzten männlichen Besitzers der Hauseck'schen Linie von dessenTöchtern ablösen zu können, verzichtete. Hiedurch bekamenOtto Heinrich und Albrecht von Zinzendorf völlig freie Hand,