I 8 KURZE GESCHICHTE DES HAUSES ZINZENDOUF.
und Schöneck aus der Verlassenschaft nach Barbara Gerozkhi,geborenen Gräfin zu St. Georgen und Pösing, um 85.ooo fl.Eine grosse Anzahl adeliger Activlehen kamen mit dieser Herr-schaft zugleich an das gräflich Zinzendorf'sche Geschlecht.
In seinem Testamente vom 24. März 1621 errichtete HansJoachim aus den drei eigenthümlichen Herrschaften Karlsbad^Freydeck und Freyenstein nicht nur ein beständiges Familien-Fideicommiss, sondern theilte demselben auch die von GeorgChristof von Zinzendorf ererbten Majorats-Herrschaften Karl-stetten, Toppel und Wasserburg zu. Sein ältester Sohn, GeorgHartmann, sollte besitzen Karlsbach und Karlstetten, der zweite,Otto Heinrich, Freydeck und Toppel und der jüngste, Albrecht,Freyenstein und Wasserburg. Nach Abgang ihres Mannsstammessubstituirt ihnen der Testator seinen Vetter Georg Ehrenreichund dessen Descendenz, und nach deren Abgang die JohannFriedrich'sche oder Hauseck'sche Linie; dieser endlich solltennach Abgang des Hauseck'schen Mannsstammes zunächst dieTöchter von Hans Joachim und deren Nachkommen in derFideicommiss-Succession folgen. Dieses für sein Geschlecht sonützliche, durch ein Codicill vom 19. October 1625 bekräftigteFideicommiss ward von des Testators eigenen Söhnen, vondenen die zwei ältesten als damals schon volljährig das väter-liche Testament mitunterschrieben hatten, gänzlich zerrissen.Er starb den 29. Januar 1626.
Hans Joachim hatte sich im Jahre i5g5 vermält mitJudith, Tochter Hartmann's II. von Liechtenstein aus dem HauseNikolsburg und dessen Gemahn Anna Maria Gräfin von Orten-burg, einer Schwester Karl's, des ersten Fürsten zu Liechtenstein.Sie starb den 6. März 1621.
Hans Joacbim's Nachkommenschaft ward nach seinerHerrschaft Karlsbach die Karlsbach'sche Linie der Herren vonZinzendorf genannt. Er hinterliess nebst verschiedenen Töchterndrei Söhne.
Der älteste, Georg Hartman n zu Karlsbach und Waasen,auch Karlstetten, geboren i6o3, ward als kaiserlicher Oberstden 24. August i632 zu Ingolstadt im Duell erschossen. Erwar dem Spiel und Jähzorn ergeben, schloss mit seinem BruderOtto Heinrich am 10. März 1629 einen Vergleich, durch welchen