KURZE GESCHICHTE DES HAUSES ZINZENDORF.
Bischöfe Leo von Regensburg und Johann von Chiemsee bei-gelegt ward. Die Urkunde vom Jahre 1277 findet sich ganz inCarolus Meichelbek, Historia Frisingensis Tom. II. Pars 2 daEpistola XXVII. Frising. §. IX. pag. 86. Der jüngere Bruder,auch Marquardus Miles de Czinczendorfe schenkte demKloster Lilienfeld, wo sein Sohn Chunradus ein Cisterciensergeworden war, ein Prädium, Slet genannt, apud aquam Traisenjuxta Sanctum Johannem, laut Urkunde vom 6. Decem-ber 1281 datirt in suo praedio Stemphingen. Dagegen wollteer mit seiner Gemalin Christina und zwei TöchternAlhaydis und Christina zu Lilienfeld begraben sein. Han-thal er loco cit.
Otto IV., Otto's Sohn und Marchart des Aelteren Enkel,war mit Gertraud von Hauseck vermalt, durch welche die FesteHauseck an das Zinzendorf'sche Geschlecht gekommen.
Herr Otto V. der Czinczen dorfer, ein Urenkel Marchartdes Aelteren, ward im Treffen bei Mühldorf am 28. September1323 mit König Friedrich dem Schönen gefangen, und ver-kaufte, um sich ranzioniren zu können, dem Kloster Lilienfeldim Jahre i32q zwei Lehen in der Pfarrei Wang oder Mench.Hanthaler loco cit.
Chadolt II. der Czinczendorfer, ein Sohn Rudolfsund Enkel jenes Heinrich, der nebst seinem Vater und Brüderndas Prädium Czinczenhof oberwähntermassen dem KlosterLilienfeld verkaufte, hat im Jahre 1365 das landesfürstlicheDiplom Herzog Rudolfs IV. und seiner Brüder Albrecht undLeopold, wodurch die Universität zu Wien gegründet wurde,mit unterschrieben. Ant. Steyerer, Commentarii pro historiaAlberti II. Ducis Austriae cognomento sapientis. Lipsiae 1725,fol., pag. 415.
Chadolt's Brüdern, Lorenz Sohn Heinrich VI. war 1420bei der Belagerung von Prag, wo Herzog Albrecht V. KaiserSiegmund wider Ziska zu Hilfe gezogen, gegenwärtig. Preuen-huber, Annales Styriae, pag. 419.
Rudolf und Bernhard von Zinzendorf, Gebrüder,erscheinen auf dem grossen Convent zu Mailberg unter KaiserFriedrich III. und fertigten das Bündniss der österreichischenHerrenstände 1451. Bar. Greyssen, Mscpt.