Druckschrift 
Die Aargauer Gessler in Urkunden von 1250 bis 1513
Entstehung
Seite
57
Einzelbild herunterladen
 

— 57 —

Heinrich v. Randeck; schliesslich die erbaren veften (Junker) Hen-man v. Bubendorf, Rud. v. Bonftetten und Hans Kriech der ältere.Dat. Freitag nach Michäli.

Herrgott, Gen., 110. 891. — Morel, Regesten der Abtei Einsideln, no. 521.

Das aargau. Benediktinerinnenkloster Fahr, zubenannt nach der hier überdie Limmat gehenden Fähre, liegt zwei Stunden von Zürich entfernt. Es ist vonFreiherrn Lütold von Regensberg, dem hier ein Sohn im Flusse ertrank, 1130 ge-gründet und der Aufsicht des Benediktinerstiftes Einsideln unterstellt worden.

1393, 4. Dez. (Donnerstag vor Nikolaus), Winterthur,

Herzog Lüpold der Stolze spricht nach Anhören seiner Räthe :die von Andlau Heinrich, Eberhard und Jörg haben auf vermeint-liche Ansprüche an die Herrschaft, oder auch auf angebliche Ver-heissungen des bei Sempach umgekommenen Herzogs Lüpold desBiderben, für welche sie doch keine Briefe aufzuweisen vermögen,Oesterreichs Leute angefallen und geschätzt, weshalb sie schuldigsind, alle gemachte Schätzung wieder zu erstatten und dem Herzogauf ein Jahr mit ihren Vesten und Leuten zu dienen.

Der Spruch ist geschehen von Hrn. Hartmann,' Bischof zuChur und den Grafen: Heinrich von Montfort zu Tettnang, Hansv. Habsburg, Rudolf von Sulz, Ott von Thierstein; Engelhart vonWeinsberg, Landvogt; Peter v. Torberg, Wilhelm von Ende, Ulrichv. Brandis, Friedrich von Wallsee, unserm Hofmeister; Friedrichv. Görz, unserm Kanzler; Hans Gradner, Eglolf von Rorschach,Mantz von Hornstein, Wernher v. Hornberg, Ulrich von Ems, demAelteren; Hans Truchseß v. Dießenhofen, genannt Brack; Hein-rich Geffeler, Burkhart Münch von Landskron, dem Aelteren;Konrad v. Sal, unserem Schultheiss zu Winterthur, und HansStöckli, Amtmann zu Feldkirch.

Primisser III, 19S in der Hf.-Samml. des Innsbrucker Ferdinandeums. —Th. v. Liebenau im Archiv f. Schweiz. Gesch. 17, S. 220.

1393.

Der Rath zu Luzern nimmt Kundschaft auf über die Steuer-verhältnisse mehrerer, seit dem Sempacher Kriege durch Eroberungoder Pfandschaft ihm heimgefallenen Aemter. Darunter ist das AmtRothenburg (von den österr. Herzogen 1396 um 45°° Gulden anLuzern erst verpfändet, dann 1412 ihm zu eigen überlassen) alsein Nachjagendes mitgenannt; rechtsgemäss verhalte dasselbe zurLeistung von Steuer und Kriegsdienst alle von hier in die Aemter