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Die Aargauer Gessler in Urkunden von 1250 bis 1513
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führt; gleichwohl stimmt dasselbe mit den hier weiter nachfolgenden Verlustlistenindirekt überein. Denn in seiner vierten Abtheilung rechnet es sechs Namenlose ausdem breisgauischen Freiburg an und zwei aus der Stadt Breisach, an deren Stelledie späteren Verzeichnisse abwechselnd einen Burkhart Gessler von breisgau.Freiburg und einen gleichnamigen aus Breisach und der badischen Ortenau angesetzthaben. Hierüber folgt nun der Nachweis.

Heinrich von Beinheim, Sohn des elsass. Ritters von Fleckenstein, Doctor undLizentiat der geistl. Rechte an der Universität Basel, Offizial des bischöfl. Gerichts-hofes daselbst und Rath K. Friedrichs IV., starb zu Basel 1460, laut der Grab-schrift, vide Tonjola: Basilea sepulta retecta. Er verfasste eine Lateinchronik, inwelcher sein Uebersetzer und Fortsetzer (meist unter Benutzung von Etterlins Schweizer-chronik) zum Jahre 1474 die Gerichtsverhandlung der eidgenöss. Abgesandten überden zu Breisach gefangen gehaltnen burgundischen Landvogt Peter Hagenbach her-vorhebt, welche daselbst am 9. Mai gl. J. mit Hagenbachs Enthauptung schloss.Diese Lateinchronik liess der Basler Bürgermeister Adelberg Meyer i. J. 1522 durchHieronymus Brilinger abermals übersetzen und erweitern [vgl. hierüber P. Ochs,Gesch. der Stadt und Landsch. Basel I. , Vorw. XIII. Dazu die Berichtigungenin Mone's Quellensammlung zur Bad. Landesgesch. III, 244b]. Ein handschriftl.Exemplar dieser Verdeutschung liegt auf der Basler Oeffentl. Bibliothek und ist be-zeichnet: griechisch X II, 33 a. Hier wird unter den bei Sempach auf herzogl. SeiteGefallenen mitgenannt: Burkard Geffeler von Brysach.

Melchior Russ der Jüngere, von Luzern, begann daselbst am 1. Weinmonats1482 seine Schweizerchronik und theilt darin die Sempacher Verlustliste aus demluzerner offiziellen Verzeichnisse mit, wie folgt : »dif^ nachgendig ift gefchriben v%dem Rodell, fo man jerlichen lift vff Sant Cirillen tag im höwmonat, So an derschlacht vmb koment fint.« Er beginnt: -»Dife warent vf£ Mortnow,« undnennt als den Zweiundzwanzigsten dieser Abtheilung Her Burckart gefler. DieOrtenau, in Urkunden mundartlich auch Mortenau genannt, begreift jenen Theildes badischen Mittellandes, welcher südlich unterhalb des Flüsschens Bleich beginnt,aufwärts nach Offenburg und ins Kinzigthal hineinreicht, westwärts im Rheinthaleüber Appenweiher und Renchen bis Bühl hinabgeht.

Im Jahrzeitbuch der Augustiner-Eremiten zu St. Leonhard in Basel, wovon einA uszug in Christ. Urstisii Rhapsodiae, betitelt Analecta, enthalten ist (MS. auf derStadt-Bblth. in Bern), steht zu lesen: -»aiwio 1386, 7. Jdus Junii prefentis folii in-fcripti hujus diei quasi zVz meridie, propc Sempach interfecti funt: Pilus tri/s: pnn-ceps Liit(p)oldus, dux Auftrie, . . , . Thom. Bernfto5, Eglof von Stiilingen, Hen-man Roth, Burkard Geffler.

Die Schlachtbeschreibung im Jahrzeitbuche von Sempach ist in lateinischer unddeutscher Sprache 1577 verfasst von dem damaligen Ortspfarrer Heinr. Ulrich undsteht gedruckt in Joseph Busingers: Erklärung der Gemälde auf der Kapellbrückezu Luzern II, 17; die dortige Verlustliste nennt Aus dem Aergöw keinen Gefj^ler^jedoch aus Breisgöw Bernard Gef5ler. Ein Wappenbuch der aargau. Kt.-Bblth.,bezeichnet MS. Bibl. Zurlauben 46, 8°, ist betitelt: Vorftellung der Sempacher Schlacht,wie folche in der Schlacht - Capelle 511 fehen ift. Es enthält auf einem besondernBildblatte das Gef5lerwappen gemalt: Ein von rechts nach links geneigter Schild,mit drei wagrechten'Wappenfeldern, das mittlere Feld silbern, das obere und untereblau, jenes mit 2, dieses mit einem silbernen Stern, drüber der Helm mit Helm-