Druckschrift 
Folge 3 (1880)
Entstehung
Seite
254
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Der Ober-Aeltere Herr Vater Mütterl. Seiten ist gewesen, Herr Moritz vonHehler, auff Closter oder Marckheßler.

Die Ober ältere Fr. Mutter Mütterl. Seiten Frail Anna gebohrne vonaus dem Hanse Bnrgholtzhausen.

Der Vor-Ober oder Uhrältere Herr Vater Väterl. Seiten ist gewesen HerrHanß von Wertster», auff denen Herrschafftcn Wiehe und Frondorff, Rom. Käyserl.Blasest, und des Heil. Rom. Reichs Erb-Cammcr-Thürhüther auch Landcs-Hanptmanndes Stiffts Halberstadt.

Die Uhr-ältere Fr. Mutter Vättcrl. Seiten Fra» Anna von Miltitz, ans demHanse Scharffenberg.

Der Vor-Ober oder Uhrältcre Herr Vater Mntterl. Seiten ist gewesen, HerrCnrth von Hehler, auff Closter oder Marckheßler.

Die Uhrältere Frau Mutter Mütterl. Seiten Frau Anna gebohrne von Pnsternaus dem Hause Drackendorfs.

Aus diesen Sechzehn: alt Adelichen Gcschlechtcn und Ahnen deren noch einegar grosse Menge von beyden Seiten nngeführet werden köntcn, wann die Zeit dazuübrig, und es nicht ohnedem durchgängig bekant wäre, ist die höchstsceligc Fra» Ober-Anffschcri» entsprossen, und ans einen keuschen Ehebette gebohren, ausf dem SchlosseBeichlingen den 1. ?sbruarii 1657. Bald nach ihrer leiblichen Geburth ward Sievon den lieben Eltern auch zu der geistlichen Wiedcrgcbnrth befördert, und unsermHErrn CHristo unter den Nahmen lUUUlXiUU ^lll'llvorgetragen, Sic hattekaum das achte Jahr erreichet, so fing die Hand des Höchsten schon an, dieses zartePalm-Acstlcin zur Last das ist zu Creutz und Trübsal anzugewöhnen, indem Ihr ihregeliebteste Frau Mutter den 23. vsosmbsr 1665. durch den zeitlichen Todt entrissen,und Sie zur Mutterlosen Wäyse gemachet worden; Gleich wie aber ein auch nochjunger Palmbanm in der gütigen Natur so fort Krafft findet, die ihn nicht unter-drücken lässet; Also hatte auch die Allgntigkeit GOttcs zu gleicher Zeit schon ein Mittelversehen, welches diesen Ihren grossen Verlust, wo nicht vollkommen doch gröstcnTheils durch eine wohlgearthete und mit fast Mütterlicher Liebe und vielen Tugend-Vollkommenheiten begabte Frau Stieff-Mutter, die Weyland Hoch-Wohlgebohrene Frau,FRAU JUSTJNA ELISABETHS! gebohrne von Lösser, aus dem Hause Ahlsdvrffersetzet, diese lsonnckirte ihren HERRN GEMAHL auf das guthertzigstc und vernünff-tigste in der biäneation unserer Hochsecligen Frau Ober-Aufseherin und ihrer FräuleinSchwestern, an welchen ohnedem nichts gespahrct worden, was zu einer denen Frauen-Zimmer anständigen Lebens - Arth und Geschickligkeit beytragen kunte, welche dasfähige und aMliesblo Natnrsl der Höchstseeligen desto leichter anschlagen ließ, daßSie gar bald eine der wohlgezogensten Personen ward. Zur Häuslichkeit wurde Siegleichfalls angewehnet, und nichts an Ihr vergessen, was Ihr zu einer künsftigen glück-lichen Vermählung zustatten'kommen knnte, weshalb Sie auch von unterschiedenenUartien gcsuchet wurde, der Himmel aber hatte schon Ihre Vermählung mit demHochseeligsten Herrn Obcr-Auffscher von Ebcrstcin vorsehen und beschlossen.

Die iilaturalilten geben vor, daß wenn gleich viele Palmbäume beysammcnstünden, dennoch kein einiger blühete, wann er nicht einen andern Palmbanm männ-licher Arth von gantz «Avler Höhe und Wachsthum neben sich fände, gleicherweisewar auch unsere Höchstsceligc einen Gemahl ckoltiniret und gegeben, der Ihr wie amStande und Adel, also auch an Nsriten und guten Eigenschasften ähnlichte, Sie wurde