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Folge 3 (1880)
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251
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Die Welt, darinnen sie leben, ist ihnen ein Mescch nnd Kedar, allwo Falschheit nndUnbarinhertzigkeit die Oberhand führet. ?l'. 12V, S. Sie ist ein ungestühmes Meer,da immer Sturm und Ungewitter zu befahren: Sie ist ein Siechhauß zum Elende,allwo immer eine Kranckheit der andern die Hand reichet. Wie solten sie nicht mitDaviä nach dem Himmel verlangen? Wenn werde ich dahin kommen ?c. DieserMann Gottes wünschte sich in seiner Verfolgung Flügel. ?1. SS, 7. O hatte ichFlügel wie Tauben, daß ich flöge, und etwa bliebe? Gleichen Wunsch haben dieFrommen in ihrem Hertzen, daß sie mit der Uonica des heil. VnKul'tini Mutter ans-

rusfm: LV0IUMII8 LI5s(l!

Last uns von der Erden fliehen,

Und zu uiisern ISSN ziehen!

Nicht ans Ungednlt, sondern aus hertzlichcn Verlangen zu JEsn, wie der ^xoltelUnulns sich nach seinen Erlöser sehnet. IUUI. 1, 23. Ich habe Lust abzuscheiden,und beg Christo zu sehn.

Solches heilige Verlangen hat auch in ihrer Seelen empfunden Unsere in demHErrn entschlafene Hochseelige Gerichts-Fran, die weht. Hochwohlgcbohrnc Fr. FrauElconora Sophia, vcrwitbcte von Ebcrstcin, gebohrnc VVU(MW8Idl vou Wcrthcru,auf Gchovcu, Ncuhauß und Paßbruch, Erb- und Gcrichts-Frau, auch Inhaberinder Gräflichen Mansfcldischcn Aeinmter Lcinnngen und Mohrungcn, Sie sprachmit dem Könige Uaviä in ihrem Leben nnd auf ihrem Krancken-Lager mit sehnlichenHertzen. Wenn werde ich dahin kommen, daß ich GOttcs Angesicht schaue?Denn nachdem der Heil: GOtt Ihren HERRN von ihren Häuptern weggenommennehmlich: Den weiland Hoch-Wohlgcbohrncn Herrn Herrn Christian Ludwig vonEbcrstcin, Sr. Köuigl. Majest. in Pohlen und Chnrfiirstl. Durch!, zu Sachsen,wie auch Sr. Fnrstl. Dnrchl. zu Anhalt rolpsetivi: Ober-Aufseher, Ober-Berghanpt-niaun, Obrist-Wnchtnicistcrn, und Ober-Forstmeistern, ans Gehovcn, Ncuhauß undPaßbruch, Erb- und Gcrichts-Hcrrn, auch Inhabern der Graft. Mansfcld. AcmmtcrLeinnngcn und Wöhningen, hat Sie nichts mehr gewünschet, als das AngesichtGOttcs zuschauen im Himmel, und GOTT in seinem Tempel nebst Dero Hochseel.Herrn Gemahl ewig zu dienen, welcher Wunsch auch nach Ihren heil. Verlangen er-füllet ist wie Sie kurtz vor ihrem Hochseeligen Ende zu Ihren Heyland JESU ge-sprochen: Komm du schöne Freuden-Krone, bleib nicht lange, deiner wart ich mitVerlangen ! Der HErr unser GOtt komme zu uns allen mit seinen göttlichenTröstungen, und erleuchte unsere Hertzen, daß wir in der Stcrbligkeit seine Herrligkeiterkennen und von gantzen Hertzen verlangen. Wir bitten solche Gnade von der Barm-hertzigkeit GOttcs in einem Glanbcns-vollen nnd in aller Stille gesprochenen andäch-tigen Vater Unser.

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Die Worte des Leichen-Toxins, so die Hochseel. Frau Ober-Aufseherin nach demzum letzten mahl aufs Erden genossenen Heiligen Abendmahl erwchlet, sind ent-halten in der Offenbahrnng des heil, llolmnnis dap. VII. v. 14. 15. 1V. 17.

DJcsc sinds die kommen sind aus grossem Trübsal, nud haben ihre Kleidergewaschen, nnd habe» ihre Kleider helle gemacht in dem Blut deS Lammes, da-rum sind sie vor dem Stuhl GOttcs nud dienen ihm Tag nud Nacht in seinemTempel. Und der ausf dem Stuhl sitzet, wird über ihnen wohnen. Sic wird

nicht