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Folge 3 (1880)
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227
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Hchlandes. welche allen Menschen erschienen ist, nicht nin der Wercke willen der Ge-rechtigkeit, die wir gethan haben, sondern nach seiner Barmhertzigkeit machet er unsseelig, ?it. III. 4. S, So ist nnn der Sohn GOttes in die Welt kommen, derSchöpfer wurde ein Geschöpf, der Vater der Ewigkeit hat einen Anfang seiner Tagegemacht, der Nllerheiligste ward unter die Missethätcr gerechnet, der Unschuldige,der keine Sünde gethan, und in dessen Munde kein Betrug erfunden worden, mnstcden schmertzlichen Crcutzes-Tod erdnlten, das Leben der Welt gctödtet werden, dasHeil GOttes von den Todten auferstehen, der HErr des Himmels gen Himmel fahreinDas alles fasset der Xxoltol zusammen, wenn er saget: Das ist je gewißlich wahr,und ein theuer wcrthcs Wort, daß Christus JEsus in die Welt kommen. DennJEsus CHristus, ob er wohl in Göttlicher Gestalt war, hielt ers nicht für einen RaubGOtt gleich sehn, sondern äussert sich selbst, und nahm Knechtes Gestalt an, wardgleich wie ein ander Mensch, und an Geberden als Mensch erfunden. Er erniedrigetsich selbst, und ward gehorsam biß zum Tode, ja zum Tode am Creutz. LÜH. II. 5-7.Er ist oom Vater ausgegangen, und kommen in die Welt. Ivb. XVI. 28. Er istkommen seclig zn mache», das Heisset so diel, als einem wieder zurecht

helffcn, und vom Tode erretten. Nach dem Syrischen Text Heisset es viviü-

ea.ro lebendig machen. Diese Bedeutung findet ihren Grund in Lxü. II. 4. wenn derXpoltol saget: Wir waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleich auch wie dieandern. Aber GOtt der da reich ist vom Barmhertzigkeit, durch seine grosse Liebe,damit er uns gcliebct hat, da wir todt waren in Sünden, hat er uns sammt CHristolebendig gemacht, (denn aus Gnaden sepd ihr seelig worden). Und hat nns sammtihn anferwccket, und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzct in CHristo JEsu.Des Menschen Sohn ist kommen zn suchen, und seelig zu machen, das verlohrcn ist.Imo. XIX. 10. Er ist nicht kommen der Menschen Seelen zu verderben, sondern zuerhalten. Sein heiliger Nähme ist wie eine ausgeschüttete Salbe, welche denenSchwachen lauter Krafst und Stärcknng giebet. JEsus S welch ein holdseeligerNähme! 6 welche Krafst lieget darinnen verborgen! Was für Labsal scheuchet dieserNähme! JEsus heißt ein Sceligmacher, wie der Engel des HErrn dem Joseph be-zeuget«:: Des Nahmen solt du JEsus heissen, denn er wird sein Volck scelig machenvon ihren Sünden iVIattü. I. 21. So erkläret diesen heiligen Nahmen der heiligeVuAuItinus: Hviä ÜH8II8 slt, nili Lalvator? Was ist JEsus anders als ein Hei-land? Man lasse es sehn, daß auch andere Personen Alten Testaments den NahmenIsla« oder llolüa geführet haben, als lolua der Fürst über das Heer des HErrn, derdas Volck in das gelobte Land geführet. Xvm. XIII. 17. Wie auch der Hohe-priester llolna, unter welchem der Tempel des HErrn wieder gebauet wurde. Audi.III. 6. Allein sie sind nur Vorbilder gewesen, welche dem Volck Israel leiblicheWohlthatcn durch die Hand des HErrn bewiesen haben, die geistlichen Wohlthatenaber, als die Erlösung aus der Gewalt der Höllen und des Todes, und die Ein-führung in die himmlische Herrligkeit kvnten sie nicht schencken. Sie waren wie derStab Milse vorangeschicket, und haben dasjenige nicht geleistet, was ihr Nähme mitsich führet, denn sie waren ledige Nahmen ohne Werck: Der Stab wurde auf das ver-storbene Kind geleget, und war da weder Stimme noch Fühlen. 2. USA. IV. 29.JESUS aber ist der grosse Prophet, dessen heiligster Nähme ist ein unergründlichMeer voller jdrafft und Stärcke, der hat sein Volck lebendig und seelig gemacht, undin der That bewiesen, daß er nicht den blossen Nahmen führet, sondern würcket und15* schencket,