Druckschrift 
Folge 3 (1880)
Entstehung
Seite
225
Einzelbild herunterladen
 

225

Hehlandes JEsn Christi mit wahren Glauben crgrciffet, damit er gcstärcket »lögeritterlich ringen durch Tod und Lebeil zu seinen Erlöser dringen, und versichert einenjeglichen bußfertigen Sünder, wo er dein XxoltsI ?aulo mit wahrer Busse und leben-digen Glanben an CHristnin werde nachfolgen, so werde er gleiche bewährteste Hertz-Stärckung im Leben und Sterben empfinden. So lasset demnach aus diesen Hertz-ergbickenden Worten das Bild eurer Gottgeheiligten Trauer-Andacht zu eurem Trostund zur Stärkung eures Glaubens sehn:

Die nllclbewiihltejic NkriMrluing im Festen und Stetsten,

Wie solche voll dem Hochsecligen HERRN Ober-AusseherI. Genosse»,

Dabeh ER diese Worte führet:

Tkristi Munden, Tod und Leben,

Soll mir Urasst und Stärcknng geben.

II. Andern zum Trost vorgcstellet wird,daß ER mit seiner Hand ans den gecreutzigten JEsum weiset, und spricht:Mer schwach ist, der komm und eile,

Dvß Ihn JEsns stärck und heile.

Thcurester Hehland JEsn CHriste, die Starcken bedürffen des Artztes nicht, son-dern die Krancken, Dein Durst und Gallen-Tranck mich lab, wenn ich sonst keineStärcknng Hab, Dein Aligst-Geschreh komm mir zu gut, bewahr mich für der Höllen

Glut! Amen.

Aöhandl'unst.

Lj SlWUrchte dich nicht, ich bin mit dir, weiche nicht denn ich bin dein GOTT,stürcke dich lot'. XI,I. Il>. So versichert der gnädige barmhertzige und^ gerechte GOtt das geistl. Israel, das ist seine gläubige Kirche ans Erden,seinen Knecht llaovb, das ist, eine jegl. Gottliebende Seele in ihrers'Ä'? Schwachheit seiner mächtigen Stärckc, er gebietet ihr, sie solle alle Furchtfür Menschen fahren lassen, und sich der Gnaden-Gegenwart ihres GOTTes gctrösten,sie solle beständig bleiben im Glauben und in Gednlt, und auf die Göttliche Allmachtund auf sein Läterl. Erbarmen schauen, der werde sie in ihrem Leiden crgvicken, inihrer Schwachheit stärcken, und in ihrem Kummer trösten. Sothaner Göttl. Stärcknnggetröstet sich der begnadigte Xxoltol Uaulna, daß er davon diese mehr als güldeneWorte führet: Den» das je gewißlich war, nnd ein thenr wcrthcs Wort, daßChristus JEsns kommen ist in die Welt, die Sünder seclig zn mache». Wir fin-den in denselben die aller bewährteste Hcrb-Stärrkn»g im Leben und Sterben, wiesolche

I. Von dem heiligen Apostel, wie auch von dem Hochsccl. Herrn Ober-Aufseher scelig genossen, worden, wobeh wir zusehen haben thcils auf ihren Uhr-sprnng, thcils ans ihre bewahrte Krafft. Durch diese allerbewührteste Hertzstärcknngwerden verstanden alle Gnaden Wohlthaten, die in der heil. Menschwerdung, in demvollgültigen Gehozsam, in den bittern Leiden und Sterben, in der fröhlichen Auf-erstehung, in der siegreichen Himmelfarth JEsn CHristi verborgen liegen, und in dentheuren und werthen Wort Gottes enthalten sind. Das sind die InAreäiontw, die zudieser aller bewährtesten Hertzstärcknng kommen, wodurch arme bußfertige Sünder gc-stärcket werden zum ewigen Leben. Ihrem herrlichen Ursprung nach ist sie vomHimmel. Denn der Xpoltal saget, daß Christus JEsns setz in die Welt kommen.

IS Der