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Folge 3 (1880)
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andern der Adelichen Jugend wohlanständigen Dingen und Übungen fleißig anführenund weisen lassen, wodurch denn geschehen, daß Er, wegen seines vcrtrefflichen InAoniiund Verstandes (womit GOTT der Höchste Ihr Hochwürden reichlich begäbet hatte)rn literis ck moribns socher gcstalt zugenommen, daß eine Nnhmwürdige Fähigkeitin der Lateinischen Sprache, sich bald bcy Ihm hervor gcthan, worauf Er ^.nna 1663.mit seinem Herrn Bruder, Herrn Christian Lndewigen von Eberstei», Sr. Königl.Majcst. in Pohlen und Chnrfürstl. Durchl. zu Sachsen, wie auch Sr. Hochfürstl.Durchl. zu Anhalt, jetzigen Hochbestalltcn Ober-Berg-Hanptmann und Obrist-Wacht-meistern zu Pferde, aus GeHofen, Neuhauß und Paßbruch Erb- und Gerichts - Herrn,und Jnnhabcrn der Gräffl. Manßfeldischen Aemter Lein- und Währungen (so bestdieser traurigen Abhandlung hochbctrllbt zugegen ist) auf Befehl des Hochseel. HerrnVaters sich von Glückstadt in Holstein nach Havelbcrg zu Ihren Herrn Schwager,dem damahligen Dohm-Oselmnten von Bröthen daselbst begeben, um bcy diesen Lieb-haber der Unken ihren Vorsatz, den Stuckion obzuliegen, ferner nachzukommen;Dem zu Folge, sowohl unser in GOtt ruhender Herr Snb-Lonior, als auch jetzt hoch-gedachter Herr Ober-Bcrg-Hauptmann, bis in das 166öte Jahr allda verharret, undvon der Zeit an, haben jederzeit beydc Herren Gcbrüdcrc stets beysammen, durch eineRühmenswürdige Limitation Ihre Stnckia, Lxoreitia und Reisen fortgesetzet, da Siedenn beydc zu Havelberg zu solchen Urokoctibns gelanget, daß Sic, in jetzt benanntenJahre, auf die Hochfürstl. Mecklenburgische Ritter-Schule zu Gnstran gezogen, woselbstSie in allen Stuckiis, Sprachen und Ritterlichen Übungen, ihre Zeit sowohl angewen-det, daß Sie auch gar von der damahligen regierenden Hertzoglichen Herrschafft zuGustrau an ihren Hoff genommen und zu Hosf-tlavaliers gnädigst benennet worden.In welchen Diensten sie auch einige Zeit gestanden, bis Sie endlich von Ihren HerrnVater, den Hochseel. Herrn Conoral Feld-Marschall von Eberstei», beordert worden,um Ihre Stuckia zu ablolvircn, sich ans eine hohe Schule zu wenden. Welchen Sieauch getreulich nachgelebct, und vor andern die Welt-bekannte Iluivortität ckona be-suchet, und dasjenige noch an Seioneen und Ilxercitiis begriffen, sv Ihre bereits da-rin» gehabte lkunckamonta je vollkommener hervor gebracht, wie denn unser HochsccligcrHerr 8ub-8onior daselbst sein ll'riouuium <k ultra (nach der bcy hohen Stisftern in-troäueirten Art zu reden) mit grossen Nutzen abtolviret. Und weil also Ihnen nichts mehrübrig war, sich zu gvalilioircn, als srembde Länder und grosser Herren Höffe zu besehenso haben bcydc Herren Gcbrüdcrc nach vorgeschriebener hoher Väterlicher Instruction,Ihren Weg, in GOttes Nahmen, über Dreßdcn, durch Böhmen, Mehren, Oesterreich, nachder Jedcrman bekannten grossen und herrlichen Käyscrl. Residentz-Stadt Wien genommen,alles sehens-würdige nicht allein am Hoffe oder der Kayserl. Burg, sondern auch in denen da-rum liegenden Gegenden genau oblorviret und betrachtet, und nachmahls weiter Sich nachUngarn gekehret, dieses Landes feste Plätze, Vortrefflichkeitcn und rare Sachen sichauch bekannt gemacht, und endlich ihren Rückweg aufs Wien durch das Land Ob derlilns, Stifft Passau, Bayern, Ober-Pfaltz, Schwaben, Bamberg in das Reich zurückgesetzt, und in selbigen alle Fürstl. Höffe, vornehme Städte und Uomargrablos inAugenschein genommen, da Sie denn, mit grosser Freude, von Ihren Hochseel. Elternwieder zu Hause empfangen worden, und Jedermanns Lt'tims, wegen Ihrer sonder-baren Geschicklichkeit sich zu Wege gebracht. In dem unsers Hochseel. Herrn Lud-Sonioris Hochwürden nicht allein die Ehre gehabt, daß Sie gleich nach Ihrer sorühmlich abgelegten lour, nach Zeitz, am Hoffe haben sollen bcrnffcn werden, sondern

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