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Folge 3 (1880)
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zeuget hat. GOttes segnende Hand ließ Seine Hochwürden in Ihren wohlgerathenenKindern, Ihren Sanmen sehen, und an dencnselbcn zn hoher Vergnügung des väter-liche» Hcrbcus, Ehre und Frendc finden. Die behden Hochlvohlgebohrncn ältestenHerren Söhne Wilsten Seine Hochwiirden als hohe Oklieirer und tapsfere Helden, inrslstoetive Königlichen nnd Hochfürstlichcn Kriegcs-Ticnftc», den HochwohlgebohrnenJüngsten Herren Sohn kanten sie stehend in Cainmer-Dicnsteil, des allergnüdigstenKönigs in Prcnsscn, die Hochwohlgebohrne älteste Frau Tochter, ist vcrheyrathet,an einen vornehmen vcrnünfftigcn, nnd Sie hoch-wktiinircudcn Mann, den Hoch-wohlgebohrnen Herren von Gchoven, daS Hochwohlgebohrne Jüngste Fräulein er-wartet unter GOttes Vorsorge nnd andächtigem Gcbeth, Ihr Glück und Scegcnvom Herrn. GOttes Varmherhigkcit hatte Ihrer Hochwürdcn Ehre und Gnth ge-geben, hier im Lande haben Sie Ihre schöne Güter, in Halbcrstadt aber genossen Sie,nebst der ohne dem grossen Ehre, JhreS hohen 'Adels, die Würde zu sitzen, als Lud-8e»»ior in dem Oolko^io der Hochwürdigcn Herren Caiionieorum, nnd deren Gerichtezu handhaben, als hochbestalltcr Vnrg-Vogt. GOttcS Varmherhigkcit ließ IhreHochwürdcn manchen Feind, daran es Ihr niemahls gemangelt, nicht nur im Zeit-lichen besiegen, sondern Ihre Vnsse und Glauben an dem HErrcn JEsnm haben,bch Ihrem sccligen Abschiede, Sünde, Tod, Tenffel nnd Holle überwunden, daßSie mit Paulo sagen mögen: GOTT seh Danck der uns den Sieg gegeben hat,durch unser» HErrn JEsnm Christum. I. Cor. 15. Heute wird Ihr HinterbliebenerLeichnam mit grosser Herrlichkeit, in Gegenwart der meisten von Ihren ncchstc» nndhohen Anverwandten zn Grabe getragen, nnd in dieser Gehovischen Kirche zu seinenVätern versammlet. Alle diese göttlichen Barmhcrhigkcitcn hätten dem HochsecligenHerren billig in allen Zeiten seines Atters, zur Busse nnd Heiligung leiten sollen,weilen Er aber osftmahls durch Versührnng seiner verderbten Natur, das göttlicheGcsch übertreten, und begangene Sünden seiner Jugend in seinen Hertzcn gesichtet,so hat Er nicht gewolt, daß man Ihn durch Heuchele»? bei seiner Leich-Nedc, aus derZahl der Sünder nehmen solte, sondern in Erklärung des erwehlten Leichen-Textesjcderman kund machen, daß Er sich in seinen Sünden »licht geheuchelt, selbige auchvor GOTT nicht bemäntelt und entschuldiget, sondern GOtt dem HErrn die Sündeseiner Jugend nnd seine Ubcrtrettuiigcn demütig abgebeten, zu der VarmherhigkcitGOttcS in Christo, in» Glauben seine Zuflucht genommen, und seine Erucurnngmit Thräncn gesnchet. Welches auch der grnnd-gütigc GOtt in Gnaden angenommen,dem Hochsecligen Herren, wie sonst allezeit, also auch Key seinen» lebte» Abend-mahl seine Sünde ans Gnaden vergeben, und dreh Stunde darauf, »»»tcr Himmel-steigenden Hcrbbrechendcn Scnsshcrn, seine Seele hingenommen in Friede. O wieist die Barmhcrhigkcit dcS HErre» so groß, und läst sich gnädig finden, denendie ihr vertrauen, da Heist es nun nach erlangter Cronc des zeitlichen Scegens nndgeistlichen Erqvickung, auch in der Stunde des Todes, durchs Wort und Sacra-mcnta, jetzo vor dem Stuhl des Lammes, nnd unter der nnverwclcklichcn Croncder Ehren, aus Ihren eigenen Munde:

In der giildnen Ehren-Trane,

Steh' ich da vor GBttcs Throne,

Schaue solche Freude an,

Die kein Mensch aussprechen kan.

Wenn