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Folge 3 (1880)
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denn sie ist nicht zu schätzen, keine Königs Cronc so herrlich, denn diese ist vonGOTT, ja GOTT selbst. Keine Cronc nnter den Menschcn so beständig, denn dieseist von der Welt her, n»d bleibet in Ewigkeit. Zeigen sich in dem EbersteinischenWapen 3. Croncn, eine über den Mohr, und 2. an der Seite, so findet sich auchbey der trostreichen göttlichen Barmhertzigkeit die heilige dretz , sie zieret uns miteiner leiblichen Crone, denn sie krönet das Land mit ihrem Gnth Psal. 65. Siesegnet uns mit einer geistlichen Cronc, der HERR segnet die Gerechten, nnd krönetsie mit Gnade, wie mit einein Schilde Psal. 5. Endlich erfreuet sie uns auch, undschencket uns die Cronc des Lebens Apoc. 2. Iloinriens der III. der zugleich Königin Pohlen und Franckrcich war, ließ zu seinem Denck-Bilde 3. Cronen setzen, zwetzunten aus der Erden, die am Ufer des Meeres lagen, nnd von Wellen nnd Sturm-winden, stets beweget wurden, die dritte aber stund in den Wolcken, und war be-festiget, dazu ließ er schreiben:

Uanst ultima, ecslo:

Die letzte Crone die beste,

Die bleibt im ksimmel feste.

Deren haben anch Ivir uns bey Büß nnd Glanben von der tröstende» BarmhertzigkeitGOttes, wenn wir biß ans Ende beständig bleiben, gewiß zu versichern, inzwischensenfftzcn wir hertzlich Zeige uns allen deine Barmhertzigkeit, wie unser Hoffnungzu dir steht, ans dich hoffen wir, lieber HErr, in Schanden laß uns nimmer-mehr, Amen.

^pplieatio Lxeoialis.

Illetzt gehet der Schluß meiner gesammten Leichen-Predigt zur Application, ansfdie hohe Person, des Hochwürdigen nnd Hochwohlgcbohrnen, nnnmehro Hoch-seeligen Dohm-Herren von Ebcrstein. GOtt der HErr hat auch seiner gedachtin vielen Stücken, in Leiblichen, Geistlichen nnd Ewigen, nach seiner Barm-hertzigkeit die von der Welt her gewesen ist, nach seiner grossen Barmhertzigkeit,um seiner Güte willen. Was Valerius lVIaximus in seinem siebenden Buch cap. I.von dem vortrefflichen edlen Römer (jviuto Notollo nnd seiner Glückseeligkeit erzehlet,daß er von adelichc» Eltern entsprossen, daß er mit geschickten Leibe, herrlichenGemüthsgabe» , und grossen Berstnndc begabt gewesen, daß er wohl gehehrathet,nnd in seinen Kindern seinen Saame» gesehen, an welchen er Frcnde und Wonneerlebt, daß er in der Welt Ehre und Güther besessen, daß er über seine Feindetrinmphirct, daß er endlich eines sansften ruhigen Todes gestorben, nnd in Behseinaller seiner nechstcn Anverwandten, mit grossen Pomp, nnd sonderbahren Eyrbe-zeignngen, zu Grab getragen worden, das alles und noch viel ein mehreres hattedie Barmhertzigkeit GOttes dem Hochseeligcn Herrn von Eberstein gegönnet, siehatte Ihn in lassen aus einen uhralten Hochadelichen, oder vielmehr freyherrliche»Geschlecht gcbohrcn werden, sie hatte Ihn mit wohlgestallte» Leibe nnd ungemeinenGemüths-Gabcn gczieret, sein Verstand war gantz sonderlich, und wüste offtermahls,wo zehn andere keinen Weg sahen, in schweren Füllen eines Hochwürdigc» Dohm-Capitels zu Halberstadt, und ihres eigenen hohe» Hauses, Rath zu schaffen, GOttesBarmhertzigkeit hätte Sie durch die Tauffe in seinen Gnaden-Bund aufgenom-men, durch Wort lehren, und durchs hochwürdige Abendmahl, versiegeln lassen.GOttes Güte hatte Ihn an der gnädige» Frau Gemahlin eine treue Ge-hülffin gegönnet, welche ihre Beständigkeit in der Liebe biß in seinen Toddurch sonderbahre Pflege, und nach seinem Tode durch viel tausend Thränen be-zeuget