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Folge 3 (1880)
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dein HErrn JEsu sprach: Meister siehe, welche Steine nnd welch ei» Bau ist das?Marc. 13. denn wir treffen in dcnselbigen an:

(I) Einen Lchr-Stci» zu unserer Unterrichtung, van der unendlichen, grossenund gütigen Barmhertzigkeit des ewigen GOttes. Aufs diesen Steine finden wir zumBilde gesetzt einen Drcyangcl im dlancn Felde, mit dem Bcysatz:

Niloricorckia, ckivina:

So weit der Himmel dlau, so weit last sich auch schauen,

Das giit'ge Drey in Ein, dem alle Christen trauen.

Die Erfindung zu diesen und folgenden Lehr-Bildcrn, nehmen aus dem HochadclichcnEbcrstcinischcn Wapcn, welches ü.nno LÜirit'ti 568 im Stifft Fulda an dem Ebcr-stciiiischcn Stamm-Hnusc, in einem Stein gehauen, gefunden worden; Man sähedaran: Einen Drcyangcl im blauen Felde; Darüber ein Mohr in einer Cronc,nebst noch 2 andern Croncn, und den gewöhnlichen offenen Helm, die Verse sodabey eingehauen, sind in den Personalien zu finden, so bald werden verlesen werden.Wir ziehen es ausf Christliche Lehre» und Christliche Übungen der Gottseligkeit,wie es unser Text fodcrt, der von der Hinimcl-blancn Gnade und Barmhcrhigkeitdes drcycinigcn GOttes, deutlich lehret. Er zeuget uns von der BarmhcrhiglcitGOttes des Vaters: der sich über nns erbarmet, wie sich ein Vater erbarmetüber seine Kinder. Ps. 103. Er zeuget von der Varinherhigkeit GOttes desSohnes, der durch die hcrhlichc Varinherhigkeit »nsers GOttes nns besuchet hat,als der Aufgang ans der Höhe. Luc. I. Er zeuget von der Varinherhigkeit GOttesdes Heil. Geistes, durch welchen uns sowohl als Paulo Varinherhigkeit zur Er-leuchtung in unfern Aeniptcr» nnd Christciithnin wiedcrfahren, 2. Cor. 1. daß wirnicht müde werden, vielmehr wünschen wir uns in dieser Lehre fest zu setzen, daßGott die ewige Güte, reich scy von Varinherhigkeit. Ephes. 2. In dieser Lehregründet uns Moses, wenn er seinen GOtt, der vor seinem Angesicht vorüber gieng,nachrieff: HErr, HErr, Gott barmhcrhig nnd gnädig, gcdnltig und von grosserGüte und Treue, der d» beweisest Gnade ins tausend Glied, nnd vcrgicbest Missc-that, Übertretung nnd Sünde. Von dieser göttlichen Barmhertzigkeit spielet Davidauf seiner Harste im 103. Psalm, wenn er sich hören last: bnrnihcrhig nnd gnädigist der HErr gcdnltig nnd von grosser Güte »nd Treue. Manassc der bußfertigeKönig thnt davon diesen Ausspruch: deine Varinherhigkeit o allmächtiger GOttnnserer Väter, so dn vcrhcissen hast, ist nnmäßig nnd nncrforschlich. Orat.Nanall. v. 6. St. Panlns nennet nnscr» GOtt einen Vater der Varinherhigkeit,nnd GOtt alles Trostes, 2. Chor. I. Maria singet in ihren Magnificat Luc. I. Ergcdcncket der Varinherhigkeit, nnd hilfst seinen Diener Israel auf. Und werwill hieran zweiffeln, hat nicht unser GOtt seine Barmhertzigkeit an unzehlig vielenExempeln unter den Menschen bewiesen, sowohl in leib- als geistlichen Dingen. Wieelend war Jacob der Patriarch?, da er über den Jordan gieng, er hatte nichts alseinen Stab in seiner Hand, da er aber zurück kam, da hatte ihn GOtt gesegnet, daßer 2. Heer worden war, das schrieb er der göttlichen Barmhertzigkeit zu, und sprachim 32. Gen. HERR ich bin zu gering aller Varinherhigkeit nnd aller Treue,die dn an mir, deinem Knechte gcthan. Wie elend sähe es mit Paulo ans, da erdes HErrn Gemeine verfolget hatte, er achtete sich selbst nicht Werth, daß er einApostel heisscn solte aber was that GOtt an ihm, aufs seine Busse, er ließ ihn vondem Stadt-Pfarrherrn zu Damasco dem Anania, von Sünden ablolvircn, zum Ampt

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