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Folge 3 (1880)
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ansf Ncuhanß dcn 3. I'odruar. dieses 1670. Jahrs, Abends umb 8. Uhr, Ihres Alters17. Jahr, I. Monat, 18. Tage nnd IS. Stunden.

Ich sage und schliessc mit dcn H. Apostel Paulo, ans II. (lor. XI, 2. Ich habeSic vertrauet einem Mann, nnd eine reine Jungfrau CHristo zubracht.

Wie min Ihre Sek. Seele an Ihrem letzten Ende von mir, Ihrem HErm JEsnals rechten SeclcnBräutigam anvertrauet nnd überantwortet worden, also wil ichnunmehr auch diesen Ihren entseelten Cörpcr der Erden anvertrauet nnd übergebenhaben, da derselbe saufst nnd ungehindert ruhen soll, biß dermahlcins der Herz JEsusan bald knnfstigen letzten Welt-Tage, mit seinem herzlichen FrendcnRcich erscheinen,und Leib und Seele wieder mit einander vereinigen wird, da ich Sie denn auch, mitandern meiner SeclcnSorge, von meinem HErm JEsu anvertrauten gläubigen nndseligen PfarzKindcrn, Ihme mit Freuden zu führen, und von Ihrem wahren bestän-digen Glanben und Christenthum, auch seligen Ende, vor allen Engeln und Auscr-wchltcn öffentlich zeugen werde, da wir denn alle mit einander, die wir nach demExempcl unsrcr Sek. Jungfer Dorothea Elconora, recht beständig glänbcn, Christlichleben und Selig sterben, werden eingehen nnd einnehmen das ewige himmlische, durchden HErm JEsnm uns erworbene, von GOtt dem himmlischen Vater bereitete, undvon GOtt dem H. Geist hochvcrpfändete Ehren und FrendcnRcich, Amen.

Wir scusftzen nun zum Beschluß und bitten unfern lieben getreuen GOtt vonHertzen, Er wolle die höchstbetrnbtcn HochAdelichcn Eltern nnd Anvcrwanten überdiesen Todesfall und HanßCrentz kräfftiglich trösten, und seinen allzeit guten VäterlichenWillen auch hicrinnen erkennen lassen, dergleichen frühzeitige Traur nnd Todesfälle,nach seinen Rath und Willen, hinführo lange Zeit verhüten, nnd uns allen zu seinerZeit, ein sanfftcs seliges Ende, nnd am Jüngsten Tage ein frölich Ausferstchen zu demewigen Leben, aus gnaden verleihen, umb des Herm JEsn CHristi willen, Amen.

Dieses nun zu erlangen, beten wir ein andächtiges Vater unser zc.

Auff der ^el. HochAdelichen Jungfer Dorotheen

Eleonoren von Ebenstem, Grab gerichtet.

MsV ist die Tugend hin? Du sagst: Sie sey verschwunden,

^UNan such sie wo man woll', so wcrd' sie nirgend funden:

Ich weiß wohl wo sie ist: Die Jungfer EbcrsteiuHat sie genommen mit da in Ihr Grab hinein.

Wir schreiben billig drauf: Hier ist das Grab der Tugend!

Hier liegt das Tugend Bild, der Spiegel aller Jugend!

Ihr Liebsten weinet nicht: Sic war des Himmels wcrth,

Der Himmel hat nun auch was Er und Sie begehrt! Xutor.

Ich ruhe sanft und selig.