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Folge 3 (1880)
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148
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Ein Geistliches

Und zu dein auch unser Taufflnmd, darinnen wir dem Teuffel und allen seinenWerckcn, und allem seinem Wesen gäntzlich abgesagt, weil wir Gott dem Vater, Sohn,und H. Geist allein zugesagt haben, solches gar im geringsten nicht zulesset,

Dcrowegen (Meine Lieben in C, I.) soll es denn auch uns gelingen für Gott,und daß wir in seinem Gericht nicht zuschanden werden, so müssen wir uns sreylichangelegen sehn lassen, das wir unsere (lopoleu allerscyts, nach obberühmtcn Davidi-schem (lontraksct, mit denen Heiligen selbst, und nach dem Excmpel anderer Buß-fertigen mehr, ncbenst unfern Hvchseligen Fcld-Mnrjchallc, gleichfalls auch einrichten:Unsere Sünde erkennen, und bekennen, auch im Namen JEsu Christi, Gott dem HEwnglaubig abbitten, denn so ist er treu, und gerecht, daß er uns die Sünde vergibt,l, I. und reiniget uns von aller Untugend, wie Johannes I. IlMt. am I. lehret. DennKönig David, alle Heiligen, und die so derosclbcn Excmpel gcfolget, als unser Wolscl.Herr General dann auch gethan hat, dieselbigc haben dadurch obtiuiret, Vergebungder Sünden, und draufs die ewige Seligkeit erlanget. Daun was wollen wir dennweiter sagen? Ist Gott für uns, wer mag wieder uns sehn, welcher auch seineseigene» SohncS nicht hat verschonet, sondern hat ihn für nnS alle dahin gegeben.Wie solt' er nns mit ihm nicht alles schcnckcn? Wer will die Nnsserwchltc» Gottesbeschuldigen? Gott ist hie der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus isthie, der gestorben ist, ja vielmehr d' auch auffczweckct ist, welcher ist zur RechtenÄom, VIII. Gottes, und vcrtrit nnS. Uoi». VIII.

Und also weit erstreckt sich nun auch das zlvcyte Hauptstück unser Predigt, undalso hoch die andere zugespitzte Säule, des Ebcrsteinischen ölouumonts. Folgt nunförder auch endlich in der Ordnung, die dritte und letzte, neinlich:

III kl«»« Zdwtn« /unsbrl«

Der sehr kräsftige Nnh und Gebrauch deS Leichen-Textes.

Es beruhet aber derselbe: Fürs Erste (I.) 4» rera? /Zckel ean/u'matlone, aufder Stärckung unsers Glaubens. Indem solcher Text dem Bußfertigen und Gnadenhun-gerigen Sünder nicht hinweiset auf Gottes dcß HErrn seinen geheimen und verborgenenWillen, als welcher gar keines Weges angehet und. anbetrifft: Die Seligkeit oder Ver-dammnüß der Mensche», sondern daß wuudcrbarlichc Regiment Gottes, welches er inder Regirung aller Creaturen, seiner Kirch und Gläubigen, in diesem Leben. Unddann seine heimliche Gerichte, die er an den Gottlosen, so wol unter gantzen Völckern,als einzelnen Personen, was die Zeit ihrer Bekehrung, deßgleichen die Zeit und Arthihres Todes, exervirct; Sondern, auf den, in dem Gesetz und Evangelio, geosscn-bahrcten, und auf den theuren in dem Erstem Hauptstück weitläufftig erkläreten EydGottes, von des Gottlosen seiner Bekehrung, und ewigem Leben und Seligkeit, Felsen-fest, und unbeweglich gegründeten, Gnädigen und Barmhertzigen Gottes Willen undwolgefallen, in Christo JEsu, unserm einzigem Mittler und Gnadcnthrone, unsermHErrn, welcher uns solchen heiligen Evangelischen Willen Gottes seines ewigen Vatersin nachfolgenden runden Worten erkläret, .lonaun. VI. 37. leg. Alles was mir meinVater gibt, daß kömmt zu mir, und wer zu mir kömmt, den werde ich nichthinaus stosscn. Denn ich bin vom Himmel kommen, nicht daß ich meinen Willenthne sondern dcß, der mich gesnnd hat. Das ist aber der Wille, des Vaters dermich gesand hat: Das ich nichts verliere, von allem, das er mir gegeben hat,

sonder»