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Ein Geistliches
Äkai-e, sondern ein allznfruchtbarer Bauin, welcher leider allznreichlich Früchte bringt. Xlare.
VHI. 21. VIII. ncinlich: Böse Gedancken, Ehebruch, Mord, Dieberei), Geitz, Schalckhcit, Unzucht,22. Schalcks-Auge, Gottes Lästerung, Hofffarth, Übcrinnth. Welches auch unser Hochver-dienter HErr und Heyland, Christus JEsus, uns guugsam für Augen stellet, und zuGemüthc führet, indeni er uns unter andern täglich also zu beten, lehret und befihlt:Vergib uns unser Schuld. Massen solches gar sehr wol notiret hat XnAuItin:U. XXI. & XXII. 4s Livit; Osi. in nachfolgenden Worten: lÄn'amn«, gwanlaWeturVtnte xi'KimnÄr uitiÄ rs^uAneinn«, uei etni?» uitia «nxersn«« tü «nhsnAemn«,gomneiin «umns in /»oe empöre, nobis ckessss non ^osse, «nÄe ckicnmu« Deo.- Diinittenobis ciebitn nostim. /Vr /tnnc enim, nobis uoiuit iIaivakor ostenckei'e: Huantnmiibet MSke in ÜNMS uit« eaii</ins atz. in/irmitate uivamn« nee tainsn ckeesse nobisLseeata, das ist, wir solten billig wissen: Ob wir schon mit aller Macht streiten,und den Lastern widerstreben, auch dieselbige überwinden, und uns untcrwerffcn, daswir dennoch, so lang wir in diesem Leben sehn, allezeit etwas in uns finden, nmbdeß willen wir sagen müssen: Vergib uns unsere Schuld. Dann eins eben durchdieselbige (verstehe fllnffte Bitte) der Heyland anzeigen wollen: Das, ob wir schongerecht leben, in der Finstcrnüß und Schwachheit dieses Lebens, es uns dennoch anSünde nicht mangele.
(2.) (jnonä ll4si oo-'ttv, nach des Glaubens Gewißheit, von gnädiger
Vergebung der Sünden, Massen wir an König Daviden bcydes, oben gefunden haben,nemlich: So wol, daß er seine Sünde öffentlich und anffrichtig bekennet, als daß ereine gnädige Vergebung derselbigen, geglüubt hat. Denn welch ein Greuel, Gott derHErr, an dem Hoffarth der verdienstlichen eingebildeten eigenen Gerechtigkeit undHeiligkeit hat: Eben einen solchen Greuel hat er auch an denen Vertrackten, Muth-willigen, und wieder alle treuhertzige gute Warnung, durstiglich und vorschlich sün-digen Sündern, welche darnach über das alles noch, an denen in Gottes geoffen-bahreten, heiligen Evangelischen Willen und Wolgcfallen Gottes, von des SündersBekehrung und Leben, und an denen hirzu aus lauter Gnaden verordneten Mittelnnemlich: Wort und Sacramcnten, verzweiffeln, verzagen, und die allcrgrösseste Sündein den heiligen Geist begehen, und ewiglich verderben: Wie Cain der Bruder Mörder.Achitophel der böse ungetreue Rath König Davids. Judas der Verräther seines HEtrn,und unschuldigen JEsu Christi ?raneilcns 4s Lpira, Imtomus, die abtrünnige Mamme-lucken, und vorschlichen Verfolger der reinen Evangelischen Lehre. Dannenhero habendie beydc Lxtrswa der Sünde, nemlich: Geistliche Hoffarth, oder eigene Heiligkeit,und verzweiffelnde Kleinmütigkeit, die Heiligen Gottes selbst mit höchstem Fleisse ver-meidet, dem Sünder Orden, i'implieitsr gerne lnbleribirst, und Gott ihre Sünden,nach dem lebendigen Oontrat'sat des bußfertigen Königs Davids, frey bekant, undGOtt den HErrn, den sie damit erzürnet, wiederum üm Vergebung derselben, glaubiggebeten, und was sie dißfalls gebeten, mit demselbigem Könige auch erhalten haben,als er dann für seine Person bekennet, und eben der gleichen hernach auch denenHeiligen selbst zueignet, wenn er im zwey und dreysigsten Psalm, also redet: Ichsprach: Ich will dem HErr» meine Übertrettnng bekennen, da vergäbest» mir dieMisscthat meiner Sünden Scla. Dafür werden dich alle Heiligen bitten zurechter Zeit, darum wenn grosse Wasserfluten komme», werden sie nicht an dieselbige
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