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Folge 3 (1880)
Entstehung
Seite
86
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Kurz vor seinem Tode verkaufte Grus Heinrich II, mittelort. L. dieBergwerke im Lein- und MornngcrBczi r k e un Frunz v. Trothaund belieh ihn damit. Hierauf fing dieser auch an, dieses Bergwerk alsein besonderes zu erheben, zu bauen, und zwar ohne Vorwissen desdamaligen Obernnfsehers der Grafschaft Mansfeld und des kurfürstl.Bcrgamts. Als nun der damalige Faktor der Gräfenthal'scheu Ge-sellschaft zu Eisleben davon Kenntnis erhielt, reichte er Ende Februar 1603bei dem knrfürstl. Bergvoigte zu Obersdorf, Simon Widemann, Beschwerdedarüber ein und brachte vor 1) wie diese Bergwcrks-Anfnehmnng der altenallgemeinen Zusammensetzung der Bergwerke schnurstracks zuwider wäre undalso dem Eislcber und Mansfelder Hauptwerke zum Nachthcil kein Sc-paratwcrk aufgenommen werden könnte, es gehörte vielmehr immactintsdazu; 2) Graf Christoph (II., des Grafen Heinrich Vater) hätte sichebenfalls schon vor dieser Zeit unterstanden, ein sondcrl. Werk anzu-richten, Hütte es aber auf knrfnrstl. ernste Befehle wieder einstellen müssen;3) es wären die damaligen Kupfer unter die Verleger aller 5 Fünftel inder Wage zu Eisleben ausgethcilt worden; 4) überdies würden dein Mans-felder und Sangerhänser Bergwerke die Kohlen dadurch entzogen undvertheucrt. Diese Vorstellung wurde dem damaligen Oberansseher LudwigWnrmb vorgetragen, welcher unterm 19. März 1603 dem KurfürstenChristian II. darüber Bericht erstattete. Darin wurde gleichfalls gesagt,daß dieses Werk von dem Hauptwerke nicht zu separircn, zumal den Grä-fenthal'scheu Gesellschaften und den Nürnberger Konsens-Gläubigernnicht allein alle in der Mansfeld'schen Berggrenze begriffenen Bergwerke,sondern auch alle in der ganzen Grafschaft, jetzige und künftige, zu Heckstedtnnd Mornngen mitverschrieben wären und daher ohne deren Willenkeinem andern überlassen werden könnten, zu dessen Behauptung mau sichdabei aus den 3. am 17. Aug. 1694 gemachten General-Schluß fuudierte,welcher dahin zielte, daß, da die Kohlen so schon nicht zureichenwollten, keine neuen Werke weiter verstattet werden sollten. Inzwischengebot der Oberaufscher durch den v. Hoym'schen Amtmann zu Leinungen,Martin Wilhelm, den Bergleuten des v. Trotha Einhalt. Hieraufbat letzterer den Kurfürsten um Beleih ung und um eine besondere Kom-mission, das Bergwerk zu besichtigen, indem er anführte, daß er zwar vondem Grafen auf dessen Verleiten bereits beliehen worden, aber doch ohneSr. kurfürstl. Durchl. gnädigste Beleihung nicht gesichert wäre. Nachdemder v. Trotha abfällig beschieden worden, stellte er ferner vor, wie erkeineswegs in Hölzern und Kohlen dem Mansfelder und Eisleber Berg-