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Graf Philipp II. erhöhte nun das Kaufgeld des Amtes Worringenund des Hauses Leinungen nebst allem Zubehör (incl. Haacke'sches Ritter-gut) auf 13000 Gvldgulden zu 27 Gr. und 13000 Thaler zu 24 Gr.
1539 am Tage trirrrn rsAum verlieh mit Bewilligung des GrafenGebhard der Graf Philips zu M. das Backhaus im Fleck Lei-nungen mit aller Gerechtigkeit und den Diensten, welche die Leinnngerzum Backhause zu thun schuldig waren, und einer Baustätte daran anseinen Unterthan Andreas Wagenscheibe zu Horla, welcher dagegensein von dem Grafen Philipp II. zu Lehn rührendes Freigut zu Horladem eben genannten Grafen erblich zustellte. Es sollte hinfort niemandemim Fleck Leinungen gestattet werden, andere Backöfen zu bauen.
Die Amtsgebäude in Venningen befanden sich jetzt in einem viel bessernZustande, als die in Worringen; denn das Schloß daselbst war damalsschon eingefallen und es mußte auf dem Vorwerke Hans gehalten werden.Deshalb verlegte Graf Philipp II. das Amt, d. i. loorrs snäieii, vonWorringen nach Lei nun gen. Sein Amtmann (Voigt) war Michaelv. Sulz back), der schon bei Graf Gebhard VII. Amtmann zu Worringengewesen war.
1541 erhielt Michael von Sulzbach den erbetenen Abschied, und GrafPhilipp II. hielt um diese Zeit zwei Jahre lang zu Leinungen Hof. ZuOstern 1541 wurde Georg von Kannewurf von Bornstedt aus zumAmtmann bestellt, der sich aber selbst nicht in Venningen aufhielt, sonderneinen Schösser Benedikt hinschickte, der jcvoch um tZurtiroloinrrsr es. ai.weglief, worauf wiederum Michael v. Sulzbach Amtmann zu Leinringenwurde und es bis Ostern 1545 blieb. Zu dieser Zeit ersetzte seine Stelleder Baumeister zu Bornstedt Hans v. Helldorff. Zu lÜAiclir 1546kam Friedrich Go ttschalck aus dem Amte Arnstein in's Amt Worringen,Helldorff blieb aber neben ihm Amtmann bis Ostern 1554. Da wurdeAda nr v. Baumbach Amtmann und Gottschalck Schösser. Dieser Friedr.Gottschalck hat vom Dienstag n. IlArckü 1546 bis 1584 sehr viele dieÄmter L. u. M. betreffende Nachrichten aufgeschrieben. Das Original hatsich noch 1803 im Eberstein'schen Familienarchive zu Groß-Leinringen be-funden. Leider besitze ich aus diesem Aussatze, den Gottschalck mit so ge-nauen Bemerkungen versehen hatte, nur Auszüge.
Der erste evangelische Pfarrer zu Leinungen war JohannKolbenach, der 1527 Donnerstag n. tZpipIruir. von GeHofen kam. Ausder dicht neben der Pfarre gelegenen Vikarei war Johann Malz an,der die Pfarre zu Worringen bis zu seinem 1530 Sonnt, n. Galli erfolgten