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„L-nno 1252, als Kaiser Wilhelm einen Reichstag zu Frankfurt zu haltenangesetzt :c., und Herzog Otto seinem Schwiegersohne zu Ehren dahin zu ziehenentschlossen, ist er den 12. lllartii ans Braun schweig gezogen und gegen denAbend zum Lcchtcnbergc ankommen. Den 13. Nartii ist er von Lcchtenberggcrcisct bis nach Gandersheim. Den 14.ÄIartii ist er von Gandersheim zwischenHonstcdt und Hollenstedt durch die Leine gezogen und gegen Abend ansdas Haus Moringen kommen und daselbst vier ganzer Tage stille gelegen undviel unrichtige Händel, so zwischen ihm und dem Herrn zu Rostorff vonwegen etlicher Burg-Lehn, die sie auf dem Hanse Moringen hatten,geschwebct, in Güte zc. verglichen. Es ist auch dieses Mal einer von Rostorfsmit dem Herzoge auf den Reichstag gen Frankfurt gezogen. Endlich ist HerzogOtto von Moringen gen Münden und also den nächsten Weg auf Frankfurtverreiset."
Die Vorfahren des 1367 vorkommenden Ludwig von Roßdorfbesaßen also das Schloß Moringen bei Eimbeck bereits 1252, um welcheZeit Bnrchard von Mornngen Besitzer der Burg Morungen beiSangerhausen war.
Im Jahre 1320 besaß Morungen Landgraf Friedrich (mit derg ebissenen Wange) und 1326 hatte es dessen Sohn, Friedrich der Ernst-hafte, inne.
Hieraus ergiebt sich, daß die alten Herren v. Morungen bei den stetenKriegen und Fehden in diesen Gegenden zu Anfang des 14. Jahrh. ausdem Besitze der Herrschaft Morungen gekommen sind; wenigstens waren umdiese Zeit viele Pertinentien davon abgerissen worden und an andere Fa-milien übergegangen. Die Herren v. Morungen hatten jedoch noch bis in's15. und 16. Jahrh. in der Nähe von Morungen (bei Questenberg undSangerhansen) verschiedene Besitzungen als thüringische Lehen inne. Ebensohatten sie sich die geistlichen Lehen über die Kirche zu Leinungen bis zumJahre 1442 erhalten, indem am Mittwoch unser lieben Frauen Tag ns-Zuinxtionis Busso von Morungen, Ritter, Friedrich, Hans undEckebrecht von Morungen Gebrüder, wohnhaftig zuPißenrode (Bösen-rode, zw. Heringen und Roßla a. H.), als Lehnherrn der Kirche zu Groß-Leinnngen einen Altar und eine Vikarei stiften. In der darüber aus-gefertigten Urkunde nennt der damalige Pfarrer zu Leinungen den Bussov. Mornngen seinen Herrn und Junker; die Kirche zu Groß-Leinungennennen diese v. Morungen ihre Pfarrkirche und dotieren den Altar und diegestiftete Vikarei mit zwei freien Höfen daselbst, einen gelegen am Kirch-hofe vor dem Backhnuse, der andere im Dorfe. Außerdem setzten sie21 Gulden jährl. Zins ans für „den, der Vienrius ist." Dieser sollte3 Messen für sie, ihre Borfahren und Erben lesen. Übrigens sind die