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still und anspruchlos begehen und dem himnilischen Vater seinendemüthigen Dank darbringen für den reichen Segen, welcher wäh-rend eines halben Jahrhunderts über sein Berufs - und Familien-leben herabgeflossen war. Darum hatte er sämtliche noch leben-den Söhne und Schwiegertöchter H mit ihren ältesten Kindernzu sich geladen und feierte in ihrer Mitte die Morgenandacht,welcher er das Schriftwort zugrundelegte: „Ich bin viel zugeringe aller Barmherzigkeit und Treue, die Du an DeinemKnechte gethan hast." Der älteste Sohn August hatte in sei-nem und seiner drei Brüder Namen eine Druckschrist über denZusammenhang der Medicin und der Theologie veranstaltet mitdem Wahlspruch: Ilt sit luouv saug, in eorporo suuo. Aus ihrlas er den Eingang vor, in welchem mit beredten Worten dieinnige Liebe und Verehrung geschildert ist, die beide Eltern durchihre strenge Tugend und lautere Frömmigkeit den Seelen ihrerKinder unauslöschlich eingeprägt haben. Doch konnte der Jubel-greis sich auch der öffentlichen Feier nicht entziehen, als Nach-mittags um vier Uhr Abgesandte einer zahlreichen Versammlung,die Landräthe der Kreise Croffen Guben und Sorau der Reichs-graf v. Brühl Standesherr auf Pförten und Forsta der Prima-rius und Bürgermeister von Sommerfeld in seinem Hause erschie-nen und der letzte ihn mit den Seinigen einlud nach dem Rath-hause zu kommen. Die Straße bis dahin war von der Schützen-gilde besetzt und junge Mädchen streuten Blumen auf den Weg.Mit Trompeten und Pauken empfangen schritt er durch eineEhrenpforte in das Rathhaus, in welchen? der StadtdirectorFischmann ihm eine Cabinetsordre des Königs mit der Ernen-nung zum Hofrath und Glückwünschungschreiben des Ministervon Altenstein und der Regierung zu Frankfurt a. O. überreichte.Unter dem Abfeuern von Kanonen und Trompeten- und Pau-kenschall wurde das Lebehoch auf den König den Minister dieRegierung und den Jubelgreis ausgebracht. Dieser hatte mit
1) die jllngste Schwiegertochter als Braut; oben Seite 187.2) Der älteste Enkel N I. war bei der Feier nicht zugegen, weil er sichdamals zu Halle auf der Schule im letzten Jahre vor seinem Abgange befand;statt seiner war die älteste Enkelin N II. dort. 3) 1. Mos. 32, 10.