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Vordergründe der Darstellung erscheint, so liegt dies nicht alleindaran, daß von ihr die meisten Briefe vorhanden sind, ausdenen wir unsere Nachrichten schöpfen können. Sie führte auchhauptsächlich den Briefwechsel mit den Kindern und behieltdadurch die der Mutter überhaupt eigene stete Vermittelungzwischen diesen unter sich und besonders mit dem Vater. Deshalbfehlt es doch nicht ganz an Zeugnissen für seine Gesinnung, dienamentlich in seiner Bereitwilligkeit zu ansehnlichen Geldopfernsich zeigt. Schon der harte Thaler für jedes Enkelkind zu Weih-nachten und zum Geburtstage, deni die Großmutter einen Reichs-gulden beizufügen pflegte, erforderte mit der Zeit jährlich einehübsche Summe. Von den fortlaufenden Unterstützungen derverwittweten Schwiegertochter und ihrer Kinder war schon dieRedeU) Wiederholt lesen wir in den angeführten Briefen, daßder jüngste Sohn im Felde Sendungen zu zehn Friedrichsdorempfangen hat. Nach dem Kriege nimmt die Mutter gelegent-lich darauf Bezug, daß der. Vater seinen Kindern Capitalien imBetrage von 500 Thlr. jährlicher Zinsen überlassen habe. Umdies alles recht zu würdigen, muß man erwägen, daß er vonseinem Vater schwerlich ein irgend bedeutendes Vermögen, dieMutter nach ihrer eigenen Angabe nur 2000 Thlr. geerbt hatte,daß die Erziehung und Unterhaltung der fünf Söhne, des jüngstenüber sein 30. Jahr hinaus, bis zu ihrer Versorgung sehr vielgekostet haben muß, und daß der Geldwerth vor einem halbenJahrhundert wohl doppelt so hoch stand wie heute. Seine Groß-muth gegen die Kinder im Geben ist um so bemerkenswerther,da er durch seinen Lebensgang früh schon zu einer peinlichenGenauigkeit in der Geldwirthschaft geftthrt worden war; weshalber beispielsweise jederzeit das allerbilligste Fuhrwerk miethete,wie oft er auch dadurch in Verlegenheit kam, Briefe seltenund nur im Nothfalle mit der Post am liebsten durch Gefäl-ligkeit beförderte und von empfangenen Briefen auf das sorg-fältigste alles unbeschriebene Papier vornehmlich zu Receptenbenutzte. Auch seine ärztliche Kunst diente ihm zu Erweisun-gen der Liebe gegen die Seinen, und die Briefe der Mutter1) Oben Seite 163 f.