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2 (1869) Altvordern und Stammeltern
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unser Capitain wieder ausquartirt werden sollte, und sie uns dafüreinen Lieutenant mit Frau und Tochter von neun bis zehn Jahreneinlegen wollten. Wir sprachen darauf mit dem Capitain, derschon Kunde davon hatte und lächelnd erwiederte: ich als com-mandirender Capitain werde doch einem Lieutenant nicht Platzmachen? Einen besseren Officier wie dieser ist, können wir kaumwieder bekommen. Er ist fast immer vor zehn Uhr zu Hause,hält keine lärmenden Gesellschaften und da er dieser Tage aus-wärts auf einem Balle war, wo er erst in der Nacht um dreiUhr nachhause kam, da hat er so sachte verfahren und das Hausaufschließen lassen, daß wir nur nicht gestört werden sollten."Vom 12. November:Wir haben Tag für Tag Russen, undob es schon bis jetzt so ganz leidlich ergangen, so macht mir dieBewirthung doch eine große Last. Vergangene Woche hattenwir einen Lieutenant, welcher ein recht angenehmer und guterBlaun war auch manche Deutsche Wörter inne hatte. Donners-tag ging er fort, wo wir sogleich ein Billet auf einen Rittmeisterund Frau bekamen. Da ward, mir wohl etwas warm unisHerz, aber noch wärmer, als ich zwei Frauen vorfahren sah.Wie ich aber nur hörte, daß die Frau Rittmeisterin samt ihrerKinderfrau Deutsche waren, so wuchs mir der Muth. Sie hieltenhier Rasttag. Er war in Geschäften zurückgeblieben und istwährend der Anwesenheit seiner Frau hier nicht eingetroffen.Jede Einquartierung macht Last, allein ich wüßte nicht, wenn ichwelche niit mehr Willigkeit bewirthet hätte als dieses RittmeistersFrau. Es war gar eine liebe Frau aus dem Darmstädtischenund auch so ihr Töchterchen von einem halben Jahre.Wir erhielten ein Billet auf einen Major. Sie kommen immeretwas spät, auch jetzt ist es in der dritten Stunde, und unserGast soll noch kommen, so daß wir beständig eine Vormahlzeithalten müssen; allein gestern hob ich den gedeckten Tisch erstgegen neun Uhr Abends ab. Seine Sachen nebst den Bedientenwaren hier, allein der Herr kam erst diese Nacht um zwölf Uhr;dann hätte nun das Essen gleich mögen hinter ihm hergetragenwerden, und war doch alles kalt. Ich ging aber ganz unbe-fangen zu ihm, hieß ihn willkommen, suchte es ihm verständlich