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2 (1869) Altvordern und Stammeltern
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genossen zu sammeln, auf daß ich ihnen nicht lästig falle. -Meinem Herzen thuts weh (daß er mit in das Feld zieht), aberich werde es auch nicht entfernt zu hindern suchen. Was einemRecht ist dem andern Pflicht. Keiner darf sich ausschließen. Esmüssen ja manche Mütter vier, fünf Söhne hingeben, und ichwollte nachstehen? Es gehe, wie Gott will. Wird nur Ruheund Wohlfährt in den Ländern wieder hergestellt, ich will opfern,sei es auch mit Thränen." Vom 18. April: „Sollte Fritz nochbei Ihnen sein, so grüßen Sie ihn sehr herzlich von uns undsagen ihm, daß unsere segnenden Wünsche und Gebete ihm über-all folgen werden. Und so gehe er unter Gottes Schutz. Esist eine schwere Aufgabe für mich als Mutter, sie ist schwer füruns beide. Eine unsichtbare Kraft unterstützt mich." Um dieganze Größe des dargebrachten Opfers und die Stärke derEmpfindungen richtig zu würdigen, muß man erwägen, daß derEintritt studirter junger Männer in den Kriegsdienst bis dahinetwas Unerhörtes gewesen war. Noch vom selben Tage: „Näch-sten Freitag soll hier die Einrichtung wegen der Landwehr getrof-fen werden. Wollte Gott nicht, daß sie hier gebraucht werde;ich denke nicht; unser Oertchen hat eine glückliche Lage. Uebri-gens ist jetzt wohl jeder gespannt auf die Dinge, die kommenwerden. Und wie sind meine Gefühle so getheilt und schweifenherum bei allen Zweigen, die mir zugehören. Mit zitternderHand ergreife ich das Zeitungsblatt und mit pochendem Herzenlaufe ich es flüchtig durch und dann lese ich erst mit Vernunft.Wir haben noch viel Berge zu ersteigen, obschon manches sich zuunseren Gunsten entwickelt. Daß Dänemark Friede mit Englandmacht H und die Schweden auch herbeieilen, ist ein großerGewinn. Wer Sachsen das gute Sachsens wird doch leiden,da sein sonst so guter König es beharrlich verläßt." Vom 3. Mai:„Den Einzug von Alexander und unserm Könige in Dresdenshätte ich schon mit ansehen mögen; ihn hat nicht die blendendePracht bezeichnet^) aber wohl gute und herzliche Gesinnung der

1) eine später nicht bestätigte Nachricht. 2) das Geburtslandunserer Stammeltern, obwohl ihre Vorfahren Pommerschcn, Holsteinischenund Hessischen Ursprungs waren. 3) am 24. April 1813. 4) wie