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2 (1877)
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entsetzlich gerade in Schwarzkostelctz nnd allen zn diesen Herr-schaften gehörigen Orten. Theresia half, wie sie kannte.

Die Herzogin Theresia, eine bedeutende Fran in der Artihres Vaters, führte gute Verwaltung auf den Herrschaften.Diese setzte sie bald in den Stand, den Besitz zu vergrößern.Schon 1718 erkaufte sie von Wenzel Wratislaw Borzck Do-halsky von Dohalitz das aus drei landtäflichen Rittersitzcn undHöfen bestehende Gut Przistaupin um 39.100 Gulden nnd vondessen Gemahlin Maria Johanna Dohalsky das landtäflicheGut Unterkschcll um 10.900, zusammen also um 50.000 Gul-den, und vereinigte sie mit der Herrschaft Schwarzkosteletz. Be-deutender noch war der Rückkauf der Herrschaft Plauian vonden Primogeniturerben ihres Hauses im Jahre 1726. Sie erhieltdieselbe als Allodialgut gegen eine baar ausgezahlte Summevon 300.000 Gulden.

Im folgenden Jahre verlor die Herzogin ihren Gemahlnach einer glücklichen Ehe. Der Prinz Emanuel Thomas vonSavoycn starb am 28. Octobcr 1729 ') zu Wien au den Blat-tern und wurde zu St. Stephan in der Krenzkapelle beigesetzt,die seitdem die savoysche heißt. Seine Gemahlin betrauerte seineuTod aufs tiefste und ließ ihm, sowie später dem Prinzen Eugen,der daneben beigesetzt wurde, in der genannten Kapelle einprächtiges Grabmal errichten 2). Sie hatte auch bald den Todihres einzigen Sohnes zu beklagen. Der junge Prinz EngenJohann Franz von Savoyen-Carignan war zu Turin am Hofedes Königs von Sardinien Victor Amadeus, Herzogs von Sa-voyen, der ihn sehr liebte und ihm den Annunciatenorden verliehenhatte, erzogen worden. Karl VI. verlieh ihm 1731 das goldeneVließ und 1732 ein Kürassierregiment, woraus der junge Prinz

') Dieses Datum nach Horky, a. a. O.; die anderen Quellengeben denselben Tag des December, s. oben.

2) Beschreibung der Metropolitankirche zu St. Stephan in WienS. 133. 307.