Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
Seite
249
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1620 etwa mit dein gleichen Wortlaut, wie die twm Jahre1608 und mit der gleiche» monatlichen Besoldung von tausendGulden >). Mit der Besoldung und den Lieferungen hatte aucher seine Schwierigkeiten. Am 27. April 1620 z. B. wurde ihmbedeutet, das; man ihm wie den anderen Obersten wieder einenMonatssold zu reichen im Werke habe, daß er sich mit derweiteren Forderung aber noch gedulden solle. Dann wurde am15. Mai desselben Jahrcö der Hofkricgszahlmeistcr erinnert,daß er dem Obcrstfeldzcngmcistcr Herrn Maximilian von Liech-tenstein aus der Berwillignng Sr. päpstlichen Heiligkeit 10.000Gulden als eine Monatsgcbühr für die Artillerie dargcben solle ^).

Gleich bei den ersten bedcutnngsbollcn Kämpfen fandMaximilian Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Bncquoh hatte sichvor dem vereinigten Heere der Böhmen und Ungarn, das beiweitem stärker war, gegen Wien und die Donau zurückgezogen.Einer Schlacht ausweichend, wollte er mit Benützung einesstarken Nebels die Armee über eine lange Brücke bei Fischa(Fischamend) hinüberführen und ließ zur Deckung einige Regi-menter am jenseitigen Ufer zurück. Unter diesen befanden sichauch die Regimenter von Maximilian von Liechtenstein, Wallen-stein und Tieffenbach. Als der größte Thcil des Heeres bereitshinüber war, hob sich der Nebel, worauf der Feind mit allerMacht die Zurückgebliebenen angriff und gegen die Donaudrängte. Nur die äußerste Ausdauer und Tapferkeit der Ober-sten, welche mit höchster Auszeichnung und persönlicher Gefahrfochten, vermochte den Angriff auszuhalten und mit Erfolg bisin die sinkende Nacht Widerstand zu leisten. Es gelang, eineSchanze aufzuwerfen und unter dem Schutze derselben den vollenUebergang in Ordnung zu bewerkstelligen^).

Nach dem Rückzüge der Böhmen von Wien übernahmMaximilian das Commando in der Stadt Krems, die während

>) Liechtenst. Archiv /5. 10.

2) Archiv des Finanzminist.

-) Khevenhitler, IX. L93.