aber, Schwarzkosteletz, AurzinowcS, Skworetz, welcher durch denKrieg viel gelitten hatte, verkaufte er an den Fürsten Karl vvnLiechtenstein um die Summe vvn 600.000 Schock meißnisch.Der Verkauf geschah am Tage St. Martin 1622 in Gegen-wart dcS Präger Obcrstbnrggrafen Adam vvn Stcrnbcrg, desKammerpräsidenten Wilhelm Slawata, des ObcrsthofmarschallsJaroslnw von Martinitz, des Obersthofmeisters Adam von Wald-stcin nnd des Hauptmanns der Neustadt Prag Scsyina vonWrtby als Zeugen ^). Dieser Kauf blieb später, wie sich nochzeigen wird, nicht unangefochten.
Fürst Karl nahm sich sofort dieser Herrschaften an, diebereits durch den Kriegszustand gelitten hatten und später aller-dings noch viel mehr leiden sollten. Insbesondere suchte er dieBergwerke, die hier früher ans Silber, Kupfer und andereMetalle bestanden hatten, wieder aufzurichten und war deßhalbum fremde Bergleute bemüht. Auch vermehrte er diesen Besitz,indem er aus den confiscirten Gütern um 310.563 Schockmeißnisch dazu kaufte. Unter diesen neuen Erwerbungen, die theilszu Schwarzkosteletz, theils zu Aurzinowes geschlagen wurden,befanden sich die Stadtgüter von Kaurzim und Deutschbrod, dieGüter Planian und Przeboz, Feste und Dorf Nuppak, Festeund Dorf Kralowiz, Feste und Markt Dubecz n. a. DieserKauf geschah im Jahre 1623 2). Schon vorher hatte er vonder königlichen Kammer (1623) das Gut Rostock gekauft um70.000 fl. rheinisch und um 12.000 Schock meißnisch das s. g.Kammerhans zu Prag, welches Eigenthum von Niklas von Lobkowitzgewesen war. Der Ankauf des Wilhelm Kinskyschen Hauses istbereits oben erwähnt. In das Jahr 1624 fällt die Erwerbungdes Gutes Petrowitz, das er von Wallcnstein erkaufte, sowieder Güter Spamberg und Lipawa von der Frau Maria
') Horky, Dcnkbuch der ftirstl. Liechtensteinischen Herrschaft Schwarz-kosteletz, Manuscript in der Liechtenstein. Bibliothek; Liechtenstein. ArchivII. 8. I (204).
2) Horky, a. a. O.