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gingen nnch Mähren, nnch Schlesien und in die Lausitz, sie vander Rebellion abzumahnen, und der König von Polen wurdeersucht, an die schlesischc Gränzc Kriegsvolk zu legen, da derKurfürst Friedrich in Schlesien seine Truppen wieder sammleund stärker Endlich wurden alle drei Präger Städte entwaffnet.Dies ist der Inhalt deö ersten Schreibens. Der Kaiser bestätigtden Empfang unter dem 4. December mit folgendem Schreiben:„Ferdinand der Ander. Hochgeborncr Oheim, lieber, getreuer.Wir haben ans deiner Liebden vom 22. November nächsthinauS Prag an unö abgegangenem Schreiben gnädigst vernommen,was von derselben in unterschiedlichen nothwcndigcn Sachen vorgute und nützliche Vorsehung beschchcn und gcthan worden ist.Wie wir uns nun solches alles gnädigst und gar wohl gefallenlassen, als wollen deine Liebden noch ferner in Bestellung in-mittelst aller Notwendigkeiten continuiren, auch darob sein,damit in Justici und anderen Sachen, bis zu weiterer unserergnädigster Resolution und Versehung, gute Ordnung gehalten,Wir auch Eines und des Anderen, so also vorgehen möchte,förderlichst berichtet werden mögen. Bleiben im Uebrigen DeinerLiebden mit Gnaden wohl gewogen. Datum Wien, 4. Dec.1620". Der Fürst bedient sich in seinen Briefen stets der An-rede: Allergnädigster Kaiser und Herr, und unterzeichnet: EuerRöm. Kais. Majestät untcrthänigst gehorsamster Fürst und DienerCarl Fürst von Liechtenstein.
Die Ausgabe, welche dem Fürsten Karl zu erfüllen oblag,war eine ebenso schwierige wie mannigfaltige. Er sollte dasLand vor allen Unordnungen und Excessen der Soldatescaschützen, ihm Ruhe und Sicherheit und Ordnung zurückgeben;er sollte die empörten und allerdings besiegten Länder unter dieAutorität deö Kaisers und Königs zurückführen, Gesetz und Rechtaller Orten wiederherstellen; er sollte, wie es alöbald bestimmtwurde, die Rebellen verfolgen, und über diejenigen, welche indie kaiserliche Gewalt gcrathcn waren, zu Gericht sitzen, ihreGüter einziehen, zu Gunsten des kaiserlichen Schatzes verwalten