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Hofes nicht zu erwarten stnnd. Allein das Widerstreben kamvon Seite» des Kaisers, der auf die nngarischcrseitö gestelltenBedingungen, welche auch die Religionsangelegcnhcitcn, ins-besondere eine günstigere Stellung der Protestanten betrafen,nicht eingehen wollte, obwohl er weder den Willen noch dieMacht hatte, andere und bessere zu erzwingen. Zwischen denungarischen und den österreichischen Bevollmächtigten wurden dieVerhandlungen am 23. Zum 1606 abgeschlossen und am fol-genden 5. Juli wurden die Fricdensbedingungen unterzeichnet.Beide Docnmcnte, sowie der Garantievertrag vom 26. Septem-ber sind von Karl von Liechtenstein mitunterzeichnet"). KarlI war es auch, der die Nachricht davon nach Prag überbrachte,i wohl in der Absicht, da er immer noch in der Gunst des Kaisersj stand, dessen Widerstreben zu brechen und ihn zur Bestätigungzu veranlassen H. Die Ratificationen sollten bereits am 1. Augustausgefertigt werden, nachdem am 6. August der Kaiser die Be-stätigung gegeben hatte, allein sie erfolgten erst am 23. und26. September zu Wien, wozu ebenfalls Karl von Liechtensteinals einer der Bevollmächtigten aus Mähren berufen wordenwar 2). Im December desselben Jahres kam auch der Friedemit den Türkeie zu Stande, doch dauerte es wiederum Monate,bis der Kaiser die bestätigte Urkunde dem Erzherzog Matthiasauslieferte, nicht ohne unmittelbar darnach wieder in seinemEntschlüsse schwankend zu werden und die Uebergabe der Rati-ficationen zu untersagen.
Unsere Quellen reichen nicht hin, um im Einzelnen nach-zuweisen, welchen persönlichen Autheil Karl von Liechtenstein anden Friedensverhandlungen genommen hat, doch scheint aus deinfolgenden Verlauf der Dinge hervorzugehen, daß derselbe nichtgering gewesen, da seine Mitwirkung an diesem dem Kaiser so
st Ortelius, Ungarisches und stebenbürgisches Kriegswesen IV.164. 166. 173.
st Chlumctzky, Zierotin 360.st Ortelius, a. a. O. 173.