Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
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Kaiser Rudolf die Bclchnnng mit den Familicngütern >), Vorher,im Jahre >5!>3, wur er Kricgöhmiptmnnn des Hradischer Kreisesgewesen und 1505 wurde er bereits zum Beisitzer des Landrcchtöerwählt und iu das Landrecht eingeführt. Dns Landrccht, dieoberste Verwaltungsbehörde, erwählte seine Mitglieder selbst. Eswnr dumnls die protestnutischc Partei fast einzig herrschend, undKarl von Liechtenstein und mit ihm ein Herr von Rnpa wurdenerwählt als Mieder der Brüdcrnnität. Die gleichzeitig vomKaiser vorgeschlagenen katholischen Mitglieder wurden zurück-gewiesen 2). Aber bald darnach, besonders nach dem Tode desdamaligen Landeshauptmanns Friedrich von Zierotin, begannanch im Adel und im Landrccht die katholische Partei sichmächtiger zu regen, nachdem sie im Lande, vor allem durch dieBemühungen des Bischofs Stanislaus von Olmütz schon be-deutend Boden gewonnen hatte. Bekanntlich wnr es dann derEardinal Franz von Dietrichstein, nachdem er am 26. Mai 1599zum Bischof von Olmütz erwählt war, welcher die katholischeGegcnbewegung leitete und in Mähren zum Siege führte. EineFolge seiner Bemühungen und seiner Freundschaft wnr es auchwohl vor allem, daß Karl von Liechtenstein noch in demselbenJahre zum Kntholicismus übertrat, welchem Beispiel seine Brüderfolgten. Vom 7. September 1599 datirt dns Dankschreiben,welches ihm Papst Clemens VII. durch den Cardinal von Diet-richstcin dafür zusandte. Karl trat nicht bloß äußerlich zumkatholischen Glanben zurück, sondern er war in aller Weise be-müht, denselben wieder auf seinen Herrschaften und Besitzungenzum allcingültigen zu machen. Eine Reihe Briefe, sowohl vonPapst Clemens VII. wie von Paul V. erkennen das, sowieanch seine sonstige Wirksamkeit auf den Landtagen und in derPolitik dankbar niV). Sic reichen bis zum Jahre 1608.

') Liechtcnst. Archiv S9.2) Chlumetzky, S. 189.2) Liechtcnst. Archiv iL». Iii.