Druckschrift 
2 (1877)
Entstehung
Seite
109
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nach Gran zum türkischen Sandschakbcg, ihn von der Ankunftdes kaiserlichen Gesandten an seinen Gränzcn zu benachrichtigen.Bis nun die Antwort zurückkam, hatte man Zeit die Festungzu besichtigen, welche damals unter dem Befehl dcö OberstenAndreas Kiclman von Kiclmanscck stand. Mittlerweile kam dieNachricht, daß die Türken eine halbe Stunde unterhalb Comornan der Gränzc warteten, den Gesandten zu empfangen, und manbrach wiederum zu Schiff auf, begleitet von einer Abthcilnngvon 300 Mann deutschen Kricgsvolkö und 19 kleinen Donan-schiffcn, jedes mit zwei Kanonen und einer Abthcilnng Nasadistcn,ungarischer niit Schild und Lanze bewaffneter Kriegslcutc, besetzt.Die Türken, ebenfalls von zahlreichen kleinen Kriegsschiffen ge-leitet, warteten am Lande. Der Sandschakbcg hatte seinen Hof-meister zum Empfang geschickt,einen verschmitzten Mannanzusehen, doch höflich". Nach dem ersten Empfange wurdeein gemeinsames Frühmahl eingenommen, worauf man wiederdie Schiffe bestieg, die Reise fortzusetzen. Dabei brannten diedeutschen Schützen ihre Büchsen los, die Schiffe lösten ihreKanonen, die Türken thaten desgleichen und ließen ihre Musikspielen, so daß sich der Oberst Kiclmanseck äußerte, es sei nieein Gesandter, so lange er im Befehl sei, so stattlich empfangenworden. Spät Abends am 4. September kam man in Gran an,und da es zu Festlichkeiten zu spät war, schickte der Beg Weinund Victualieu auf die Schiffe und ließ seine Musik nach demAbendessen spielen. Des nächsten Morgens in der Frühe erschie-nen bei den Schiffen acht schöne Pferde vom Beg gesendet,welche der Gesandte mit seinen vornehmsten Herren bestieg, umsich im feierlichen Zuge zum Beg zu begeben. Vorauf ritten dievon, Herrenstand, dann die Diener und die Reiseoffiziere, danndie vom Adel, welche die Person des Gesandten bedienten.Diesem zunächst, der nun folgte, gingen seine vier Kammer-juuker vom Adel vorauf, der eine mit einem türkischen Säbel,der zweite mit einem Bnsikan, der dritte mit einem Schakan,der vierte mit einer ungarischen Hacke. Neben dem Gesandten